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Wildart in Schweden

Alpenschneehuhn (Lagopus mutus)

Auerwild (Tetrao urugallos)

Birkhahn, Spielhahn, Kleiner Hahn (Tetrao tetrix)

Das Birkhuhn (Lyrurus tetrix oder auch Tetrao tetrix) gehört zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Innerhalb dieser Familie gehört es zu den "Raufußhühnern", die früher nach einer heute überholten Klassifikation als eine eigene Familie Tetraonidae behandelt worden sind.

Der prächtige Birkhahn ist blauschwarz gefärbt, hat weiße Unterschwanzdecken sowie ein weißes Flügelband. Die Hennen sind schlicht braun und schwarz gefleckt. Als Bodenbrüter müssen sie gut getarnt sein.

Ein besonderes Naturerlebnis ist es, einen balzenden Birkhahn zu erleben. Von März bis April, in den Alpen auch noch deutlich später (in manchen Jahren bis in den Juni (!) hinein), führen die Birkhähne ihre Balztanz an ganz bestimmten Balzplätzen vor, die sie jedes Jahr aufsuchen. Sie plustern sich auf, springen in die Höhe und tragen Scheinkämpfe aus. Dabei geben sie zischende und gluckernde Laute von sich.
Damwild (Dama dama)

Der Damhirsch ist deutlich größer als ein Reh, aber kleiner und vor allem leichter als ein Rothirsch. Die europäische Unterart hat eine Kopfrumpflänge von 130 bis 175 Zentimetern, einen etwa 20 Zentimeter langen Schwanz, eine Schulterhöhe von 80 bis 105 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 65-110 (Männchen) beziehungsweise 45-70 Kilogramm (Weibchen). Männchen der etwas größeren, mesopotamischen Unterart können Kopfrumpflängen von über 2 Meter erreichen. Der Damhirsch hat einen verhältnismäßig stärkeren Körper, kürzeren Hals, kürzere und minder starke Läufe als der Rothirsch und deutlichere Tränengruben und ein mit runder Stange und Augensprosse versehenes, oben schaufelförmiges Geweih mit Sprossen am hinteren Rand. Beim Geweih des mesopotamischen Damhirsches ist die Schaufelform weniger deutlich ausgeprägt.

Der Damhirsch variiert stark in der Färbung und ist im Sommer an der Oberseite, den Schenkeln und der Schwanzspitze braunrötlich, auf der Oberseite weiß gefleckt. Unter- und Innenseite der Beine sind weiß. Im Winter ist er an Kopf, Hals und Ohren braungrau, auf dem Rücken und an den Seiten schwärzlich, an der Unterseite aschgrau. Schwarze und weiße Varietäten sind nicht selten. Der Damhirsch hat im Wesentlichen dieselbe Lebensweise wie der Rothirsch, ist aber genügsamer und hält sich daher besser in Kiefernheiden und parkähnlichen Landschaften. Er ist weniger scheu und vorsichtig, steht aber dem Rothirsch an Schnelligkeit und Gewandtheit in nichts nach.
Elch, Elen (Alces alces)

Der Elch (Alces alces) ist ein in Eurasien und Nordamerika beheimateter Hirsch. Er ist der größte heute vorkommende Vertreter seiner Familie.

Der Elch hat eine Kopf-Rumpf-Länge bis 3 m, einen nur 10 cm langen Schwanz, eine maximale Schulterhöhe von 2,30 m und ein Gewicht bis 800 kg. Seine Körpergröße und Gewicht variieren allerdings je nach Unterart, Lebensraum und -bedingungen.

Das Fell variiert in Farben zwischen Rotbraun und Schwarzbraun. Im Winter nimmt es eine gräuliche Farbe an. Die männlichen Tiere zeichnen sich durch ein Geweih mit einer maximalen Spannweite von 2 m aus. Das Geweih kann entweder aus verzweigten Stangen oder aus breiten, flächigen Schaufeln oder aus einer Mischung dieser zwei Typen bestehen. Es wird jedes Jahr im Zeitraum Januar/Februar abgeworfen. Männchen im Alter zwischen 5 und 12 Jahren bilden die größten Geweihformen aus. Bei älteren Tieren werden diese wieder kleiner. Weibliche Elche besitzen kein Geweih und sind etwa 20 % kleiner. Kennzeichnend für den Elch sind auch die breite, überhängende Oberlippe und ein Hautsack an der Kehle des Männchens.

Wasserpflanzen (z. B. Seerosen) sind eine wichtige Nahrungsquelle; der Aufenthalt im Wasser bietet gleichzeitig Schutz vor Insekten wie Mücken und Bremsen. Daneben stellen Gräser sowie Zweige und Blätter von Laubgehölzen einen wesentlichen Teil der Nahrung des Elchs dar. Im Herbst und Winter frisst der Elch auch Blaubeerreisig, Besenheide und junge Kieferntriebe. Der Elch ist ein Wiederkäuer.

Elche sind tagaktive Einzelgänger. Im Winter finden sie sich manchmal zu losen Gemeinschaften zusammen, in der Paarungszeit aber dulden sowohl Männchen als auch Weibchen keine Geschlechtsgenossen um sich. Um eine Elchkuh kann es zwischen rivalisierenden Männchen zu heftigen Kämpfen kommen; oft genügen allerdings Drohgebärden mit dem mächtigen Geweih, um einen schwächeren Konkurrenten zu vertreiben.

Die Paarung findet im Herbst statt. Die anschließende Tragzeit beträgt etwa neun Monate. Meistens wird ein einziges Junges geboren, aber Zwillinge sind keine Seltenheit. Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Hirschen sind neugeborene Elche ungefleckt. Das Jungtier bleibt wenigstens ein Jahr bei seiner Mutter und wird vertrieben, sobald eine neue Geburt ansteht. Die maximale Lebensdauer liegt bei 27 Jahren, in Freiheit dürften aber selten 15 Jahre überschritten werden.

Natürliche Feinde des Elches sind, je nach Vorkommen, Braunbären und Wölfe (in Europa, Asien und Nordamerika) sowie Schwarzbären und Pumas (nur in Nordamerika).


Man unterscheidet die folgenden Unterarten:

- Europäischer Elch (Alces alces alces), Skandinavien, Polen, baltische Staaten, Nordrussland westlich des Ural;
- Jakutischer Elch (Alces alces pfizenmayeri), westliches Sibirien;
- Kamtschatka-Elch (Alces alces buturlini), östliches Sibirien;
- Amur-Elch (Alces alces cameloides), Amur-Region, Mongolei, Mandschurei;
- Yellowstone-Elch (Alces alces shirasi), nordwestliche USA, südliches Alberta;
- Ostkanadischer Elch (Alces alces americanus), östliches Kanada und Maine;
- Westkanadischer Elch (Alces alces andersoni), westliches Kanada und Minnesota;
- Alaska-Elch (Alces alces gigas), Alaska, Yukon.

Eine weitere Unterart, der Kaukasus-Elch (Alces alces caucasicus), ist im frühen 19. Jahrhundert ausgerottet worden.

Wie bei den meisten Tierarten gibt es über die genaue Zahl der Unterarten keine Einigkeit unter Zoologen. So gibt es beispielsweise Auffassungen, nach denen alle nordamerikanischen Elche in Wirklichkeit zu einer einzigen Unterart zusammengefasst werden müssten.

Einige Systematiken teilen die Elche überhaupt auf zwei Arten auf, den Eurasischen Elch (Alces alces) und den Amerikanischen Elch (Alces americanus).

Der Elch ist eine relativ junge Art, wahrscheinlich nicht älter als zwei Millionen Jahre. Die ausgestorbene nordamerikanische Gattung Cervalces gilt als ein naher Verwandter. Bekannt ist auch der ausgestorbene Riesenelch (Alces latifrons) des Pleistozäns mit über zwei Meter breitem Geweih.

Die englische Bezeichnung des Elches ist elk in Europa, aber moose in Nordamerika, wo mit elk ein anderer Hirsch benannt wird, nämlich der Wapiti. Das Wort moose ist vom Algonkin-Wort musee abgeleitet. In Deutschland waren lange zwei Begriffe für dieses Tier verbreitet: „Elch“ und „Elen“; letzterer ist heute kaum noch gebräuchlich, hat sich aber beispielsweise im Namen der Elenantilope erhalten. Beide Wörter sind germanischen Ursprungs; auch die Römer entlehnten ihre Bezeichnung alces einer germanischen Sprache.

Eurasischer Luchs (Lynx lynx)

Europäischer Biber (Castor fiber)

Haselhuhn (Tetrastes bonasia)

Karibu, Ren, Rentier (Rangifer tarandus)

Das Ren oder Rentier (Rangifer tarandus) lebt in den Tundren von Nord-Eurasien, Nord-Nordamerika, Grönland und anderen arktischen Inseln. Es ist heute ein arktisches Tier, war aber einst auch in Teilen der gemäßigten Zonen verbreitet. Bemerkenswert ist es, weil es als einziger Vertreter der Hirsche in großem Stil domestiziert wurde und weil nur bei dieser Art auch die Weibchen ein Geweih tragen. In Nordamerika werden Rentiere als caribou bezeichnet, was im Deutschen oft Karibu geschrieben wird. Das Wort entstammt der Sprache der Mi'kmaq-Indianer.

Die Größe schwankt sehr mit dem Verbreitungsgebiet. Die Kopfrumpflänge reicht von 120 bis 220 Zentimeter, die Schulterhöhe von 90 bis 140 Zentimeter, das Gewicht von 60 bis 300 Kilogramm. Das Fell ist dicht und lang, dunkel-graubraun oder auch hell, besonders bei gezähmten Tieren; im Winter dabei sehr viel heller als im Sommer. Die Peary-Karibus aus dem arktischen Kanada sehen sogar ganzjährig fast rein weiß aus. Durch die helle Farbe sind Rentiere auf die Entfernung vor Fressfeinden getarnt. Eine dichte Unterwolle schützt das Ren im harten arktischen Klima vor dem Frost.

Unter den Hirschen tragen nur beim Ren beide Geschlechter ein Geweih. Die Geweihe sind in hohem Maße unregelmäßig und asymmetrisch und bei keinen zwei Tieren identisch. Sie sind stangenförmig und weit verzweigt; nur die tiefste Sprosse bildet am Ende einer Stange eine kleine Schaufel, die man auch als „Schneeschaufel“ bezeichnet, da man früher glaubte, das Ren räume mit ihr den Schnee beiseite. Das Geweih des Männchens ist mit einer Länge von 50 bis 130 Zentimeter deutlich größer als das des Weibchens, welches nur 20 bis 50 Zentimeter lang wird. Das Geweih des Männchens wird im Herbst abgestoßen -das des Weibchens im Frühjahr; gegebenenfalls nicht beide Seiten zugleich, sodass das Ren vorübergehend nur eine Geweihhälfte hat.

Die Hufe der Rentiere sind sehr breit und durch eine Spannhaut weit spreizbar. Außerdem sind lange Nebenhufe ausgebildet. Dies ermöglicht den Tieren selbst in steinigem oder schlammigem Gelände einen sicheren Tritt.


In verschiedenen Teilen der Welt ist das Ren durch die Bejagung zwischenzeitlich sehr selten geworden. Heute gibt es weltweit etwa 4 Millionen wilde und 3 Millionen domestizierte Rentiere. Drei Viertel der wilden Rentiere leben in Nordamerika, und mehr als drei Viertel der domestizierten Rentiere sind in Sibirien beheimatet.

Man unterscheidet je nach Lehrmeinung zehn bis zwanzig Unterarten des Rentiers. Dazu gehören:

- Europäisches Ren (R. t. tarandus) in Lappland und Nordrussland westlich des Ural; heute fast nur noch in seiner domestizierten Form vorhanden;
- Sibirisches Tundra-Ren (R. t. sibericus) im Norden Sibiriens;
- Sibirisches Wald-Ren (R. t. valentinae) in verschiedenen russischen Gebirgen, zum Beispiel im Ural und im Altai;
- Mandschurisches Ren (R. t. phylarchus), von der Mandschurei über Ostsibirien bis Kamtschatka und Sachalin;
- Spitzbergen-Ren (R. t. platyrhynchus), Spitzbergen, Bestand etwa 11.000 Tiere;
- Nowaja-Semlja-Ren (R. t. pearsoni), Nowaja Semlja;
- Grönland-Ren (R. t. groenlandicus), Grönland, kanadische Nordwest-Territorien und Territorium Nunavut;
- Kanadisches Karibu (R. t. caribou), Kanada von British Columbia bis Neufundland, vor allem in den kanadischen Nordwest-Territorien und den Territorien Nunavut und Yukon; eine Herde gelangt bei ihren Wanderungen auch nach Idaho und Washington;
- Alaska-Karibu (R. t. granti), Alaska;
- Peary-Karibu (R. t. pearyi), kanadische arktische Inseln; von der IUCN als bedroht eingestuft; diese Unterart ist wegen ihres nahezu rein weißen Fells berühmt;
- Queen-Charlotte-Karibu (R. t. dawsoni), Queen-Charlotte-Inseln vor der westkanadischen Küste; ausgestorben.

Die Unterarten unterscheiden sich voneinander in Fellfärbung und Größe. Beispielsweise ist das Kanadische Karibu dunkelbraun, das Europäische Rentier eher graubraun gefärbt. Die kleinsten Rener sind die inselbewohnenden Unterarten. So ist das Spitzbergen-Ren im Durchschnitt um 15 Prozent kleiner als das Europäische Ren.

Die Sámi nennen ein Rentiermännchen sarves, ein kastriertes Männchen hierke und ein Weibchen vaia. Diese Begriffe wurden weltweit überall dort übernommen, wo heute Rener als Haustiere gezüchtet werden. Der englische Name ist „reindeer“.

Als Pluralformen von Ren sind „Rens“, „Rene“ und „Rener“ möglich. Fachsprachlich wird nur die Form „Rener“ gebraucht.

Der aus dem Nordischen stammende Begriff „Ren“ (schwed. Ren, norw. rein) ist in der deutschen Sprache seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Krickente (Anas Crecca)

Moorschneehuhn (Lagopus lagopus)

Mufflon (Ovis orientalis musimon)

Als Mufflon werden mehrere Unterarten des Wildschafs zusammengefasst. Für das Genus des Wortes "Mufflon" finden sich in Wörterbüchern sowohl die Angabe Neutrum, also "das Mufflon", als auch Maskulinum, "der Mufflon". Im engeren Sinne wird damit eine einzige Unterart, der Europäische Mufflon bezeichnet. Der Mufflon gilt als Vorfahr des Hausschafs.
Rehwild (Capreolus capreolus)

Das Reh (Capreolus capreolus), zur Unterscheidung vom Sibirischen Reh auch Europäisches Reh genannt, ist in Mitteleuropa der häufigste Vertreter der Hirsche. Das Reh unterliegt dem Jagdrecht und wird dort dem Schalenwild zugeordnet. Das männliche Tier wird Bock genannt, das weibliche Tier nach Vollendung des ersten Lebensjahres Schmalreh und in den folgenden Jahren Ricke. Das Junge heißt im ersten Lebensjahr Kitz. Die Kitze werden nach Geschlecht als Bockkitz und Rickenkitz unterschieden. Im süddeutschen Raum wird für die Ricke auch die Bezeichnung Geiss verwendet.

Ausgewachsene Rehe messen von Kopf bis Rumpf 100 bis 140 cm und erreichen eine Schulterhöhe zwischen 60 und 90 cm. Ausgewachsene männliche Tiere haben ein Durchschnittsgewicht von 15 bis 30 kg, weibliche wiegen 10 bis 15 % weniger. In Gebieten mit besonders guten Äsungsverhältnissen und geringer Beunruhigung werden auch höhere Gewichte erreicht.

Männliche Tiere tragen ein Geweih (in der Jägersprache „Gehörn“ genannt), das jährlich in der Zeit von Oktober bis November abfällt, aber unter einer schützenden und nährenden Basthaut sofort neu zu wachsen beginnt. Die Basthaut stirbt nach Abschluss der Geweihbildung ab und wird dann vom Bock durch Reiben („Fegen“) an Büschen und jungen Bäumen von der verbleibenden Knochenmasse entfernt. Das Geweih besteht aus zwei Stangen, die jede für sich aus der Schädeldecke wachsen. Vor allem beim einjährigen Bock sind diese Stangen als einfacher, unverzweigter Spieß ausgebildet. Seltener kommen die für zwei- und mehrjährige Böcke typischen Stangen mit jeweils zwei, maximal drei Sprossen vor. Das Geweihgewicht ist mit 100 bis 500 Gramm gering im Vergleich zu anderen Hirschen.

Das Fell ist im Sommer kräftig rotbraun, im Winter graubraun oder dunkelbraun. Das Fell der Rehkitze ist rotbraun und weist eine weiße Punktierung auf dem Rücken und auf den Flanken auf. Im Norden Deutschlands zwischen Rhein und Elbe kommen regelmäßig schwarze Rehe vor.
Rotwild (Cervus elaphus)

Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist ein in Eurasien und Nordamerika weit verbreiteter Hirsch. Er ist wahrscheinlich der bekannteste Vertreter der Familie. Als Wapitis werden die nordamerikanischen und die nordostasiatischen Unterarten des Rothirsches bezeichnet.

Der Rothirsch erreicht je nach Unterart eine Kopfrumpflänge von 1,6-2,6 Metern, eine Schulterhöhe von 0,75-1,50 Metern und ein Gewicht von 75-340 Kilogramm. Der Schwanz ist 10-27 Zentimeter lang. Die Unterarten aus Nordamerika und Nordostasien sind in der Regel deutlich größer als die westlichen Formen. Auch sind die Männchen stets größer als die weiblichen Tiere. Der Rothirsch ist schlank, doch kräftig gebaut, mit breiter Brust, ziemlich langem schlanken Hals und nach vorn stark verschmälerten Kopf. Er hat mittelgroße Augen, zugespitzte Ohren von halber Kopflänge und hohe schlanke Füße (Läufe). Die Afterklauen berühren bei normaler Fortbewegung den Boden nicht.


Die Voraugendrüsen (Tränengruben) sondern ein bräunliches Sekret ab, welches die Tiere durch Reiben an Bäumen oder Sträuchern zur Markierung abstreifen. Das nur von den männlichen Tieren entwickelte Geweih sitzt auf einem kurzen sogenannten Rosenstock. Das Geweih wird jährlich etwa im Februar bis April abgeworfen, eine Neubildung setzt kurzzeitig danach wieder ein und ist in 120 Tagen abgeschlossen.

Der Schwanz ist zur Spitze hin verschmälert, das Haar verlängert sich am Vorderhals bei Männchen oft auf bis zu 15 Zentimeter und bildet eine Halsmähne; auf der Oberlippe und über den Augen stehen dünne, lange Borsten.

Die Färbung variiert stark nach Jahreszeit, Geschlecht und Alter: im Winter braungrau, im Sommer mehr rötlichbraun, um die Schwanzgegend ein hell braungelblicher Spiegel. Der Fellwechsel bei Rothirschen geschieht (wie bei vielen Säugetieren in kühleren Regionen im allgemeinen) zweimal im Jahr. Das Fell (auch Haarkleid genannt) bekommt beim Übergang zum Winter, ein dichteres Unterhaar, welches der Hirsch zum Sommer hin wieder abwirft. Das Wachstum des Sommerfells (Sommerdecke) setzt bei Hirschen im Mai bis Juni ein. Es hat einen für den Rothirsch charakteristischen rot-braunen Haselnusston. Im Semptember bis Oktober wechselt es dann zu einem grau-gelben bis grau-braunen Winterfell (Winterdecke). Es ist nun struppiger und besitzt das dichtere Unterhaar, was den Hirsch vor der Kälte schützt. Bei älteren Hirschen kann der Fellwechsel auch schon im August einsetzen.

Weiße Tiere kommen in freier Wildbahn nur selten vor, und ebenso selten sind solche, die von der Stirn bis zum Maul einen weißlichen Streifen sowie hellere Beine haben (in der Jägersprache Blesswild genannt). Letztere werden mitunter in Parks gehalten.


Man unterscheidet eine große Zahl von Unterarten, die sich in drei Gruppen einteilen lassen: die Gruppe der westlichen Rothirsche, die der Hangule und die der Wapitis und sibirischen Marale.

Westliche Rothirsche:
Zu dieser Unterartengruppe gehören die europäischen Rothirsche, sowie die Rothirsche Nordafrikas und Kleinasiens.

- Europäischer Rothirsch Cervus elaphus elaphus. Europa, während die Unterart in Deutschland, Österreich und großen Teilen Osteuropa recht häufig ist, sind die Bestände in den Mittelmeerländern stark zurückgegangen. In Großbritannien sind Rothirsche zwar recht häufig, hier hat aber die Einführung von nordamerikanischen Wapitis und japanischen Sikahirschen zu einer Vermischung geführt, so dass es dort kaum noch reine europäische Rothirsche gibt. Insgesamt zählt die Population dieser Unterart etwa eine Million Tiere.
- Korsischer oder Tyrrhenischer Rothirsch (Cervus elaphus corsicanus): Korsika und Sardinien. Es ist allerdings nicht geklärt, ob dies tatsächlich eine natürlich entstandene Unterart ist oder von schon in der Antike eingeführten Rothirschen des Festlands abstammt. Auf Sardinien leben noch etwa 200 Tiere, die durch Habitatzerstörung und Jagd bedroht sind. Auf Korsika war diese Unterart ganz ausgestorben, inzwischen wurden allerdings Hirsche von Sardinien aus eingeführt. Die IUCN führt die Unterart als bedroht.
- Berberhirsch (Cervus elaphus barbarus): Nordafrika, schon zu römischen Zeiten bejagt, waren zuletzt nur noch versprengte Tiere im Atlas übrig. In letzter Zeit haben sich die Bestände in Algerien, Marokko und Tunesien wieder auf 5000 vergrößert, so dass die IUCN den Berberhirsch jetzt als nicht gefährdet ("lower risk") führt.
- Kaukasushirsch oder Kaukasusmaral (Cervus elaphus maral) lebt im Kaukasus sowie in Anatolien und südlich des Kaspischen Meeres.

Hangule:
Sechs Unterarten, auch Hangule genannt, leben in Zentral- und Ostasien. Dies sind:

- Bucharahirsch (Cervus elaphus bactrianus): Afghanistan, Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan; gefährdet.
- Kaschmirhirsch oder Echter Hangul (Cervus elaphus hanglu): Kaschmir; bedroht; nur etwa 500 Tiere sind übrig.
- Tibetischer Rothirsch oder Shou (Cervus elaphus wallichi): Himalaya (südliches Tibet und Bhutan); bereits für ausgestorben gehalten, aber 1988 wieder entdeckt.
- Jarkandhirsch (Cervus elaphus yarkandensis): Xinjiang; war ebenfalls bereits für ausgestorben erklärt, inzwischen weiß man aber um etwa 5.000 lebende Tiere im Tarimbecken.
- MacNeill-Hirsch (Cervus elaphus macneilli): Im östlichen Tibet, sowie in der Qinghai-Provinz.
- Gansuhirsch (Cervus elaphus kansuensis): In den chinesischen Regionen Gansu, Sichuan, Ningxia und Shaanxi.

Sibirische Marale und Wapitis
Als Wapitis werden die Unterarten des Rothirsches in Nordamerika und einige in Nordost-Asien bezeichnet. Sie werden in einem eigenen Artikel beschrieben.

- Östlicher Wapiti (Cervus elaphus canadensis): Ausgestorben.
- Merriam-Wapiti (Cervus elaphus merriami): Ausgestorben.
- Rocky-Mountain-Wapiti (Cervus elaphus nelsoni): Nordwestliche USA, Kanada.
- Olympic-Wapiti (Cervus elaphus roosevelti): Kalifornien, Oregon, Washington, British Columbia.
- Manitoba-Wapiti (Cervus elaphus manatobensis): Manitoba, Saskatchewan, Süddakota.
- Tule-Wapiti (Cervus elaphus nannodes): Zentralkalifornien.
- Altai-Maral oder Altai-Wapiti (Cervus elaphus sibiricus): Altai- und Sajangebirge, die nordwestliche Mongolei sowie das Baikalgebiet.
- Tien-Shan-Maral oder Tien-Shan-Wapiti (Cervus elaphus songaricus): Tienschan- und Alatau-Gebiet
- Isubrahirsch (Cervus elaphus xantopygus): Amurregion, Ostmongolei, Nordkorea und Nordchina.
Schneehase (Lepus timidus)

Schwarzwild (Sus scrofa)

Das Wildschwein gehört zur Familie der altweltlichen oder echten Schweine (Suidae) aus der Ordnung der Paarhufer. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Art reicht von Westeuropa bis Südost-Asien, durch Einbürgerungen in Nord- und Südamerika, Australien sowie auf zahlreichen Inseln ist es heute fast weltweit verbreitet.

Wildschweine sind Allesfresser und sehr anpassungsfähig, in Mitteleuropa nehmen sie vor allem durch den verstärkten Anbau von Mais derzeit stark zu und wandern verstärkt in besiedelte Bereiche ein. Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweines.

Wildschweine werden in Europa seit Urzeiten als Jagdwild genutzt, daher gibt es für Wildschweine unterschiedlichen Alters und beiderlei Geschlechts sowie für viele Körperteile Bezeichnungen aus dem jagdlichen Brauchtum. Im Deutschen allgemein verbreitet sind unter dem Oberbegriff Schwarzwild die jagdlichen Bezeichnungen Keiler für ein männliches und Bache für ein weibliches Wildschwein sowie Frischling für ein frisch geborenes Jungtier.
Spiessente (Anas Acuta)

Stockente (Anas Platyrhynchos)

Wolf (Canis lupus)

Jagdvorschriften in Schweden:
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http://www.joen.lu - http://www.jagen.lu - http://www.chasser.lu - http://www.hunting.lu - http://www.ohota.lu
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