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Wildart in Namibia

Bergzebra (Equus zebra)

Das Bergzebra (Equus zebra) ist ein Zebra aus der Familie der Pferde (Equidae) und gehrt zur Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla). Es werden zwei Unterarten unterschieden, das Hartmannzebra (Equus zebra hartmannae) und das Kap-Bergzebra (Equus zebra zebra).

Vom Steppenzebra unterscheidet sich das Bergzebra durch breitere schwarze Streifen und schmalere weie Zwischenrume, so dass das ganze Tier insgesamt dunkel wirkt. Die "Schattenstreifen" des Steppenzebras fehlen. An den Beinen setzen sich die Streifen bis zu den Hufen fort, whrend die typischen schwarzen Querstreifen auf der Kuppe und an der Schwanzwurzel beschrnkt sind.

Das Gewicht betrgt durchschnittlich 260 bis 370 kg bei einer Lnge von ca. 2,20 m und einer Schulterhhe von 1,20 bis 1,50 m. Das Hartmann-Zebra ist im Schnitt etwas grer und hat etwas schmalere schwarze Streifen als das Kap-Bergzebra.

Bergzebras leben in kleinen Verbnden, die keine Eigenbezirke unterhalten. Solche Verbnde bestehen aus einem lteren Hengst, bis zu fnf Stuten und deren Jungen. Der Hengst kann gegenber den Leithengsten anderer Verbnde sehr aggressiv auftreten. Er fhrt seinen Verband fnf bis fnfzehn Jahre lang, bevor er von einem jngeren Konkurrenten aus seiner Position vertrieben wird. Die Stuten knnen ein Leben lang in ihrem Verband bleiben, doch wenn die Herden zu gro werden, teilen sie sich manchmal auf. Ein heranwachsender Hengst bernimmt dann die Fhrung des abgespaltenen Verbandes.

Neben diesen Familienverbnden tun sich heranwachsende Hengste zusammen, die noch keine eigene Gruppe gegrndet haben. Auch alte Hengste, die durch junge Konkurrenten verjagt worden sind, bilden manchmal kleine Gruppen.
Blessbock (Damaliscus dorcas phillipsi/albifrons)

Der Buntbock (Damaliscus pygargus) ist eine afrikanische Antilope aus der Gruppe der Kuhantilopen. Sie ist in zwei Unterarten nur in der Republik Sdafrika verbreitet.

Echter Buntbock (D. pygargus pygargus)
Blessbock (D. pygargus phillipsi)
Der Buntbock hat ein krftiges, dunkelbraunes Haarkleid, mit dunkleren Flanken und oberen Gliedmaen, von denen die weie Bauchseite, der Spiegel und die unteren Glieder abstechen. Den purpurnen Glanz der Oberseite bemerkt man besonders beim ausgewachsenen Bullen. Eine unterbrochene Blesse erstreckt sich vom Hornansatz bis zum Maul und verengt sich nur zwischen den Augen. Diese ist beim Blessbock schmaler. Zudem hat der echte Buntbock eine weie Frbung des Hinterteils und der Hinterbeine, die beim Blessbock weniger ausgeprgt ist. Der Widerrist ragt weit ber die Kruppe hinaus, der Kopf ist lang und zugespitzt. Beide Geschlechter tragen schwarze, geringelte Hrner.

Die Weibchen des Buntbocks leben in kleinen Gruppen, die im Schnitt drei Tiere umfassen. Mnnchen unterhalten Territorien und schlieen sich gelegentlich den Weibchen an, wenn diese ihr Revier durchwandern. Fr einen begrenzten Zeitraum bewachen sie diese Herde gegen andere Mnnchen.

Beide Unterarten waren in ihrem Bestand stark zurckgegangen. Whrend sich der Blessbock wieder erholt hat (Bestand 150.000 Tiere), ist der echte Buntbock nach wie vor selten; 1500 Tiere leben noch, so dass die IUCN diese Unterart als gefhrdet einstuft. Da sich Bless- und Buntbcke oft untereinander paaren, ist eine genaue Abgrenzung allerdings schwierig. Zur Erhaltung der Art wurde 1931 in Sdafrika der Bontebok-Nationalpark gegrndet.
Elenantilope, Eland (Taurotragus oryx)

Charakteristisches Merkmal dieser Art sind die eng gedrehten, geraden Hrner, die bei beiden Geschlechtern vorhanden sind, die "Schulterbeule" sowie die 2 bis 15 hellen Querstreifen auf dem Oberkrper. Das Haarkleid ist gelbbraun oder fahl und verfrbt sich bei lteren Tieren an Hals und Schultern blaugrau. Bei ausgewachsenen Mnnchen entwickeln sich eine Wamme sowie ein Haarbschel an der Stirn.
Mit einem Gewicht zwischen 500 und 1000 kg und einer Krperlnge von 2 bis 3 m ist sie die grte Antilopenart. Die Schulterhhe betrgt im Schnitt 1,50 m. Damit ist die Elenantilope so gro wie ein Rind, macht aber einen schlankeren Eindruck.

Obwohl sie in der Regel gemchliche Tiere sind, knnen Elenantilopen bis zu 70 km/h schnell laufen. Sie sind auerdem als sehr gute Springer bekannt. Whrend sie in der Tageshitze im Schutz eines Baums oder Gebsches ruhen, werden sie zur Dmmerung aktiv. Sie sind Laubfresser, ernhren sich aber auch gelegentlich von Gras und graben mit den Vorderhufen Knollen und Wurzeln aus.
Die Herden bestehen im Schnitt aus 25 Tieren, knnen aber unter gnstigen Bedingungen bis zu 700 Individuen umfassen. Die grten Herden scheinen aber nur zeitweise Zusammenschlsse ohne feste Bindung zu sein. Normalerweise bestehen Herden aus einem ausgewachsenen Bullen sowie aus mehreren Khen, jungen Mnnchen und Jungtieren. In seltenen Fllen kann eine Herde mehr als ein ausgewachsenes Mnnchen beinhalten; dann wird frh die Rangordnung ausgefochten. Dafr werden die Hrner gegeneinander gestoen, was zu schweren Verletzungen fhren kann.
Auf die heien Temperaturen ihrer Umwelt sind sie perfekt eingestellt: Whrend der Trockenzeit steigt ihre Krpertemperatur um 7 C. Damit vermeiden sie einen durch Schwitzen verursachten Wasserverlust.

Es wurde festgestellt, dass Elenantilopen wahrscheinlich leicht zu domestizieren sind. Ihre Milch hat verglichen mit Kuhmilch den dreifachen Fett- und den doppelten Proteinanteil. Auerdem lieen sich Fleisch und Haut nutzen. Doch erst im ausgehenden 20. Jahrhundert wurden solche Versuche unternommen, und bisher finden sie in bescheidenem Ausma statt. Da Elenantilopen gegenber dem Menschen gengsam und nicht aggressiv auftreten, knnte den Versuchen aber letztlich Erfolg beschieden sein.
Die hufigste Interaktion zwischen Menschen und Elenantilopen ist allerdings die unkontrollierte Bejagung, durch die das Tier in weiten Gebieten seines Verbreitungsgebiets selten geworden ist. Am hufigsten sind Elenantilopen in der Serengeti, wo die Population schtzungsweise 7000 Tiere umfasst.
Gepard (Acinonyx jubatus)

Im Bezug auf die Fleckung hnelt der Gepard zwar dem Leoparden, in seiner Gestalt unterscheidet er sich jedoch betrchtlich von diesem wie auch von allen anderen Katzen. Geparde haben extrem lange, dnne Beine und einen sehr schlanken Krper, der dem eines Windhundes sehr hnelt. Der Kopf ist klein und rund, der Schwanz lang. Die Pfoten tragen dicke, schuppige Sohlen; die Krallen sind nur bedingt einziehbar. Wegen dieses Krperbaus ist der Gepard das schnellste Landtier der Welt. Er kann rennend bis 112 km/h erreichen, seine hohe Geschwindigkeit aber nur fr etwa 400 m durchhalten. In Anpassung an diese Leistungsanforderungen ist die Anatomie des Geparden auch in weiteren Punkten umgestaltet: Seine Nasengnge sind erheblich verbreitert, so dass wenig Platz fr das Gebiss bleibt, das gegenber anderen Katzen stark verkleinert und damit eine relativ schwache Waffe ist. Auch Herz, Lungen, Bronchien und Nebennieren sind proportional stark vergrert.
Ein Gepard erreicht eine Kopf-Rumpf-Lnge von 150 cm, hinzu kommen 70 cm Schwanz. Die Schulterhhe betrgt 80 cm. Trotz dieser stattlichen Gre bringt er es nur auf ein Gewicht von 60 kg.

Als besondere Unterart des Geparden galt lange der Knigsgepard (A. j. rex), ein Tier, dessen Existenz bis 1975 angezweifelt wurde. Die Flecken sind bei ihm zu Lngsstreifen verschmolzen. Inzwischen steht fest, dass es sich hierbei nicht um eine Unterart, sondern um eine seltene Mutation handelt, die ber ein rezessives Gen vererbt wird. In einem Wurf knnen sich normal gefleckte Geparde zusammen mit Knigsgeparden befinden. Knigsgeparde sind in ganz Afrika verbreitet, und obwohl sie immer noch groe Seltenheiten sind, scheinen sie in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich hufiger geworden zu sein. Biologen beobachten diese Entwicklung mit Interesse, da sie auf eine wachsende genetische Diversitt bei den Geparden hinweist.
Nach neueren Untersuchungen gibt es nur zwei Unterarten oder gar nur Populationen, nmlich den Afrikanischen und den Asiatischen Geparden. Durch genetische und immunologische Untersuchungen konnte ermittelt werden, dass die heutigen Geparde wahrscheinlich alle von einer sehr kleinen Stammgruppe abstammen, die vor etwa 10.000 Jahren gelebt hat [1]. Damals starb der Amerikanische Gepard aus, und der Gewhnliche Gepard entging offenbar nur knapp diesem Schicksal. Er breitete sich jedoch in den Savannen Afrikas und Asiens wieder aus und konnte daher bis in unsere Zeit berleben.
Zugleich stellte man Inzuchtraten fest, die beinahe denen der Labormuse entsprechen; entsprechend anfllig knnten die Geparde auch gegenber Krankheiten und Umweltvernderungen sein. Diese Untersuchung hat in Fachkreisen einen hohen Status und wird mittlerweile als klassisches Beispiel in Lehrbchern ber Populationsgenetik benutzt. Es ist jedoch noch nicht vollstndig geklrt, ob davon ausgegangen werden kann, dass die genetische Einfrmigkeit in freier Wildbahn einen wesentlichen Nachteil fr die Tiere bedeutet.

Da sich der Gepard morphologisch und anatomisch sehr stark von anderen Raubkatzen unterscheidet, war es bisher blich, ihn in eine eigene Unterfamilie Acinonychinae zu stellen und weder den Gro- noch den Kleinkatzen zuzuordnen. Man sah in ihm eine Sonderentwicklung der Katzen, die Geparde in konvergenter Evolution zu Hunden nachvollzogen hatten.
Neue genetische Untersuchungen haben aber zu der Erkenntnis gefhrt, dass der Gepard doch nicht so fern von den anderen Katzen ist und dass seine nchsten lebenden Verwandten mit ziemlicher Sicherheit der Puma und der Jaguarundi sein drften.
Der Amerikanische Gepard (Miracinonyx) des Pleistozns ist bis vor kurzem fr einen nahen Verwandten des rezenten Geparden gehalten worden. Tatschlich sieht er diesem morphologisch sehr hnlich. Es scheint sich jedoch vielmehr um eine Schwesterart des Pumas gehandelt zu haben, die sich aufgrund hnlicher kologischer Voraussetzungen konvergent zum afrikanisch-asiatischen Geparden entwickelte[2].
Die ltesten berreste des modernen Geparden (A. jubatus) stammen aus Afrika, doch wenig spter taucht die Art auch in Eurasien auf. Eine europische Gepardenart (Acinonyx pardinensis) aus dem Pleistozn war um einiges grer als heutige Geparde. Die letzten Funde dieser Art sind 500.000 Jahre alt und stammen aus Mosbach.

Schon frh hat der Mensch es verstanden, Geparde zu dressieren und als Jagdbegleiter nutzbar zu machen. Deswegen hat man ihn auf die Jagd abgerichtet und erhielt seinen synonym verwendeten Namen Jagdleopard. Sowohl in Mesopotamien als auch im alten gypten hat man - seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend - Geparde auf diese Weise verwendet. Im mittelalterlichen Europa war die Jagd mit Geparden ein Luxus, den man sich nur an Knigshfen leisten konnte. Da sich diese Katze aber in Gefangenschaft nicht vermehrte, musste man immer neue Geparde fangen. Zu ihrer Dezimierung trug auerdem bei, dass sie wegen ihres Fells gettet wurden.
Impala, Schwarzfersenantilope (Aepyceros melampus)

Karakal, Wstenluchs (Caracal caracal)

Der Karakal ist von luchsartiger Gestalt; insbesondere seine zugespitzten Ohren sind gro und gepinselt, allerdings sind die Pinsel im Verhltnis lnger als die eines Luchses. Die hinten schwrzlichen Ohren sind mit Wei durchsetzt. Das Hinterteil berragt in geringem Mae die Schultern. Er hat allerdings nicht den Backenbart und den Stummelschwanz, der fr die Luchse typisch ist, im Gegenteil: Der Schwanz eines Karakals ist im Verhltnis zu seinem Krper sehr lang, hnlich dem eines Pumas. Die schwarzweie Gesichtszeichnung fllt um Maul und Augen auf. Sein Fell ist je nach Region von ockergelber, grauer oder weinroter Farbe. Die helle Bauchseite ist leicht gefleckt.
Die Kopfrumpflnge betrgt 65 cm, hinzu kommen 30 cm Schwanz, die Schulterhhe betrgt 45 cm.

Der Karakal ist ein nachtaktiver Einzelgnger. Seine Beutetiere sind Hasen und Nagetiere, seltener auch Zwergantilopen und Vgel. Er soll sehr schnell rennen knnen, bejagt seine Beute aber trotzdem, indem er sich an sie heranschleicht und berraschend anspringt. Trinken muss er offensichtlich nur wenig, sondern deckt seinen Flssigkeitsbedarf weitgehend aus den Beutetieren. Im Iran wurden in der Vergangenheit und zum Teil auch heute noch Karakale abgerichtet, um Menschen als Jagdbegleiter zu dienen.
Kronenducker (Sylvicapra grimmia)

Der elegansteste Vertreter unter den Duckern, aber auch der am weitesten verbreitete.
Biologisch gesehen weist er eine Besonderheit auf: es ist der einzige Wiederkuer der auch fleischliche Nahrung aufnimmt (Insekten, Gelege, Kcken etc.).
Kudu, Grosser Kudu (Tragelaphus strepsiceros)

Das Fell der Mnnchen ist graubraun, das der Weibchen und Jungtiere mittelbraun gefrbt und mit 6 bis 10 weien Querstreifen versehen. Der Kudu verfgt ber groe, runde Ohren und einen buschigen Schwanz. Die Bcke tragen ein Schraubengehrn, das bis zu 1 m lang wird. Der Nachwuchs entspricht im Aussehen den hornlosen Weibchen. Die Schulterhhe betrgt 1,40 m, die Kopfrumpflnge 2,20 m. Die Mnnchen erreichen ein Gewicht von 250 Kg, die Weibchen von 200 Kg. Den Groen Kudu kann man leicht mit dem kleineren Nyala verwechseln, zumal sich die Lebensrume teilweise berschneiden.

Meistens lebt der Groe Kudu in relativ ortstreuen Herden von 3 bis 10 Individuen, die ber etwa 50 km groe Gebiete streunen. Die Mnnchen leben in eigenen Junggesellen-Gruppen oder sind Einzelgnger und gesellen sich nur zur Brunst zu den Weibchen. In der Regel wird nur ein einzelnes, etwa 16 Kg schweres Junges in der Regenzeit geboren. Kudus sind je nach Region tag- oder nachtaktiv. Die Nahrung besteht hauptschlich aus Laub und jungen Zweigen, wobei sie nicht whlerisch sind. Kudus fressen auch Pflanzen die von anderen Tieren wegen ihrer Giftigkeit gemieden werden. Die Lebenserwartung der Bcke betrgt bis zu 8 Jahre, die der Khe bis zu 15 Jahre.
Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus)

Die westliche Unterart der Kuhantilope (a. b. major) ist die grsste aller Kuhantilopen-Unterarten.
Leopard (Panthera pardus)

Der Leopard (Panthera pardus) ist eine Art innerhalb der Familie der Katzen, die in Afrika und Asien verbreitet ist. Im Kaukasus kommt sie darberhinaus auch am uersten Rande Europas vor. Der Leopard ist nach Tiger, Lwe und Jaguar die viertgrte Grokatze. Der Puma, der nicht zu den Grokatzen zhlt, erreicht hnliche Ausmae wie ein Leopard.

Mae und Gewicht des Leoparden sind innerhalb des groen Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich. Generell sind waldbewohnende Leoparden meist kleiner und gedrungener, die der offenen Lebensrume in der Regel schlanker und grer. Der Leopard wird 90-190 cm lang, den 60-110 cm langen Schwanz nicht mitgerechnet. Mnnliche Leoparden wiegen etwa 40-90 kg und haben eine Schulterhhe von 70-80 cm. Weibchen sind etwa 50 % kleiner und wiegen nur etwa 30-60 kg. Kleine Weibchen messen nur 45 cm an der Schulter. In der Kapregion im Sden Afrikas wiegen Leoparden oft nur 20 bis 30 kg.

Meist werden Leoparden als nchtliche Jger angesehen, doch wurde bisher keine generelle Vorliebe fr bestimmte Jagdzeiten gefunden. Der Zeitpunkt einer Jagd hngt wohl mit der Verfgbarkeit der Beutetiere in seinem Jagdrevier zusammen.
Grundstzlich kann man bei Leoparden zwei prinzipiell verschiedene Jagdweisen beobachten. Die Anschleichjagd und die eher passive Lauerjagd. Anschleichjagden gehren zu den hufigsten Jagdmethoden des Leoparden. Leoparden sind zwar schnell im Antritt und berwinden mit wenigen Stzen etliche Meter, doch schon auf mittleren Distanzen sind ihnen die meisten Beutetiere an Geschwindigkeit berlegen. Die Katze versucht daher so nahe wie mglich unbemerkt an ihr Opfer heranzukommen, um den Abstand vor dem Angriff zu verkrzen. Bei der Anschleichjagd erbringen Leoparden oft enorme Leistungen. In der Kalahari und anderen kargen Wstengegenden mssen sie sich ber enorme Strecken fast ohne Deckung an ihre Opfer heranschleichen. Die reine Lauerjagd, bei der der Jger auf sein Opfer wartet, ist bei Leoparden ebenfalls eine hufig zu beobachtende Jagdmethode. Leoparden, die den Tag auf Bumen verbringen, benutzen diese oft als erhhten Ansitz. Mit bemerkenswerter Geduld lassen sie Herden grasender Tiere in geeigneter Gre an sich oder gelegentlich direkt unter ihrem Ausguck vorbeiziehen oder auf sich zuweiden. Wenn der Ast, auf dem der Leopard ruht, nicht zu hoch ist, kann er direkt von oben auf seine Beute springen. Meistens verlsst er aber vor dem eigentlichen Angriff den Baum. Er klettert dazu vorsichtig an der fr das auserwhlte Opfer nicht sichtbaren Seite des Baumstammes herab und sucht Deckung hinter dem Stamm oder ? wenn vorhanden ? hinter anderer dichter Vegetation. Dabei knnen sie nach sehr langer Wartezeit auf einem Ast des Baumes noch einmal dieselbe Zeit am Fu des Baumes zubringen, um auf solche Tiere zu warten, die sie von oben ber lngere Zeit bei der Annherung zu dem betreffenden Baum beobachtet haben. Es liegen keine Beobachtungen oder Berichte darber vor, ob Leoparden sich ihre Opfer bereits zu Beginn der Anschleich- oder auch Ansitzjagd auswhlen oder ob sie es mehr dem Zufall berlassen, welches Tier einer Gruppe sie tten wollen.
Gelegentlich stbert der Ruber seine Beute auch einfach beim Umherstreifen im Revier auf und berrascht sie. Abseits liegende Kitze von Horntrgern oder sich reglos an den Boden drckende Hasen werden oft rein durch Zufall im Vorbergehen entdeckt, und nicht gezielt angeschlichen.
Leoparden nehmen auch mit Aas vorlieb oder vertreiben schwchere Raubtiere, wie Geparden von ihrem Riss.

Manchmal wird dem Leoparden seine selbst erlegte Beute von Lwen oder Tpfelhynen abgenommen, die meist durch Geier aufmerksam werden. Daher versucht er seine Beute in der Regel in ein schtzendes Dickicht zu zerren oder sie auf einen Baum zu bringen.
Er frisst den Riss von der Unterseite her an, bis schlielich nur noch Kopf, Hals und Rcken vorhanden sind. Die Beine bleiben meist an losen Hautstreifen am Rumpf hngen und pendeln dann hin und her.
Nach dem Mahl bedeckt er seine Beutereste, wenn sie am Boden liegen, mit Gras, Zweigen oder Laub, indem er dieses bedeckende Material mit allen vier Beinen darber scharrt.

Erwachsene Leoparden sind uerst vorsichtig und vermeiden nach Mglichkeit jeden Kontakt mit berlegenen Raubtieren und Artgenossen.
Vor allem Lwen und Tiger sind eine stndige Bedrohung fr Leoparden, der sie so gut es geht aus dem Weg zu gehen versuchen. Es gibt zahlreiche dokumentierte Vorflle, bei denen die Konfrontation mit feindseligen Lwen fr den Leoparden tdlich endete. Auch Tiger nutzen nach Aussagen des angloindischen Growildjger Kenneth Anderson [2]jede sich bietende Gelegenheit, ihren Nahrungskonkurrenten zu tten und zu fressen.
Auch Tpfelhynen und Wildhunde knnen dem Leoparden gefhrlich werden, allerdings meist nur dann, wenn ein ganzes Rudel ihn mit einer ungesicherten Beute erwischt, und er sich auf einen Kampf um seine Beute einlsst. Es kommt aber auch durchaus vor, dass der Leopard Erfolg hat und seine Beute vor den Tpfelhynen retten kann. Einzelnen Tpfelhynen ist ein Leopard ebenbrtig. Ein Mnnchen im Krgerpark erlegte sogar einige dieser Ruber [3].
Zu Pavianen haben Leoparden ein sehr ambivalentes Verhltnis. Besonders am Tag sind die Affen gefhrliche Gegner und greifen die Raubkatze oft sogar an. Mehrere starke Pavian-Mnnchen knnen einen Leoparden regelrecht in Stcke reien. Nachts ist dagegen der Leopard im Vorteil und wagt sich sogar in die Schlafbume, um dort Panik zu verursachen, mit dem Ziel einen der Affen zu erlegen. Einzelne Paviane oder Tiere, die am Rand der Gruppe berrascht werden, zhlen ebenfalls zum Beutespektrum des Leoparden.
Geparden ist der krftigere Leopard normalerweise berlegen.
Lwe (Panthera leo)

Der westafrikanische Lwe unterscheidet sich von seinen sdlicheren Verwandten durch das fast fllige Fehlen der Mhne. Es gibt nur noch wenige Lnder, in denen freilebende Lwen - gemss einer internationalen Quotenregelung - gejagt werden drfen. In Westafrika wird der Lwe ausschliesslich gefrtet. Es gibt weder Ansitz, noch Luderplatz.

Lwen sind die einzige Katzenart, die in sozialen Rudeln lebt. Gejagt wird fast ausschlielich von den Weibchen, die dabei strategisch zusammenarbeiten. Den mnnlichen Lwen kommt in erster Linie eine Schutzfunktion zu. Sie markieren ihr Revier und verteidigen es gegen Eindringlinge. Lwen schlafen bis zu 18 Stunden pro Tag.
Fortpflanzung: Das Weibchen sondert sich nach einer Tragzeit von 100 116 Tagen zur Geburt vom Rudel ab. In der Regel werden zwischen 2 und 4 Junge geboren, die im Alter von 6 8 Wochen wieder zum Rudel zurckgebracht werden.
Nilgans (Alopochen Aegyptiacus)

Pferdeantilope, Roan (Hippotragus equinus)

Im ewigen Wettstreit mit dem Kudu um den Titel der zweitgrssten Antilope Afrikas.
Die Pferdeantilope (Hippotragus equinus) hat eine Krperlnge von 188-267 cm, eine Krperhhe von 100-160 cm und ein Gewicht von 150-300 kg. Die Mnnchen sind wesentlich grsser und schwerer als Weibchen. Die Pferdeantilopen gehren zu den wenigen Antilopen, die sich einem Verfolger stellen und ihn angreifen. Die Tiere leben in Weibchenherden mit einem Altbullen und Junggesellenherden mit jeweils ca. 15 Tieren. Die Pferdeantilopen ernhren sich vorwiegend von Grsern und Krutern.
Schabrackenschakal (Canis mesomelas)

Der Schabrackenschakal (Canis mesomelas) ist ein Wildhund der afrikanischen Savanne. Dort ist er der hufigste Schakal.

Schabrackenschakale leben in Familienverbnden. Wie beim Wolf fhrt ein Alpha-Paar das Rudel an und zeugt den Nachwuchs. Ein Wurf umfasst im Schnitt vier Welpen.

Sehr vielseitig ist die Ernhrung des Schabrackenschakals. Nach neueren Untersuchungen besteht sie zwar zu ber 50% aus groen Insekten wie Heuschrecken und Kfern, umfasst aber auch Muse, Vogeleier, Eidechsen und gelegentlich pflanzliche Nahrung. Seine extreme Anpassungsfhigkeit lie ihn eine groe Zahl regional unterschiedlicher Verhaltensmuster entwickeln. In Ostafrika folgen diese Schakale (wie auch die Goldschakale) den Lwenrudeln und warten darauf, dass sie von ihrer Beute ablassen, um dann den Rest des Kadavers zu fressen. Groe Schakalgruppen spezialisieren sich manchmal darauf, Geburten von Gazellen abzuwarten, um das Jungtier sofort nach der Geburt zu reien. Unter bestimmten Umstnden sind Schakale in der Lage einen ausgewachsenen Springbock zu schlagen (siehe Fotodokumentation unter www.big5.ch). In Sdafrika, vor allem in Namibia, haben manche Schabrackenschakale die Kste zum Lebensraum gemacht; hier leben sie in der Nhe der Seebrkolonien und ernhren sich von Robbenjungen und Nachgeburten ( z.B. an der Skelettkste).
Im sdlichen Afrika wurden manche Schabrackenschakale zu Kulturfolgern. Sie siedelten sich nahe menschlicher Drfer und Stdte an, wo sie Abfalltonnen leeren, aber auch Lmmer und junge Ziegen reien.
Schirrantilope (Tragelaphus scriptus)

Die Schirrantilope sticht durch ihre besonders interessante Fellzeichnung hervor. Diese Zeichnung ist bei der westafrikanischen Variante (t. s. scriptus) am strksten ausgeprgt.
Die Schirrantilope ist der kleinste Vertreter der Antilopen mit gedrehten Hrnern. Zu dieser Familie gehren weiterhin: Bongo, Nyala, Kudu und Eland-Antilope.
Spiessbock (sdafrikanischer), Oryx, Gemsbock (Oryx gazella)

Der Spiebock (Oryx gazella) ist eine im stlichen und sdlichen Afrika beheimatete Gro-Antilope aus der Gattung der Oryxantilopen. Ein ebenfalls verbreiteter Name der Art ist Gemsbock (Afrikaans, das sich angeblich vom Deutschen Gmse ableitet). Auf Herero heit das Tier Onduno. Die Bezeichnung Passan ist nicht mehr gebruchlich.

Als Nahrung wird Gras bevorzugt, allerdings graben Spiebcke auch Wurzeln aus und fressen Wildfrchte. Obwohl sie Wasser trinken, sind sie von Oberflchenwasser unabhngig.
Die Weibchen leben in Gruppen von bis zu 40 Tieren. Dagegen sind die Mnnchen Einzelgnger. Sie verteidigen ein Revier und verteidigen alle Weibchen, die sich gerade in ihrem Territorium befinden. Kmpfe zwischen rivalisierenden Mnnchen laufen ber ritualisierte Gesten ab und fast niemals ernsthaft, da sich die Antilopen mit den scharfen Hrnern sonst schwer verletzen knnten.

Die Oryxantilope steht als Synonym fr Zhigkeit und Bedrfnislosigkeit. Sie ist deshalb auch das Wappentier Namibias. In vielen Regionen Afrikas ist der Spiebock auch heute noch hufig. Die Einheimischen haben diese Antilopen seit jeher gejagt. Sie verarbeiteten ihre Haut zu Leder und nutzten die Hrner als Speerspitzen. Heute gibt es fast 300.000 Spiebcke in Afrika. Eine vom Menschen eingefhrte, halbwilde Population lebt im sdlichen New Mexico.
Springbock (Antidorcas marsupialis)

Der Springbock erinnert im Aussehen an die Thomson-Gazelle. Wie diese hat er einen dunklen, rotbraunen Streifen, der die gelbbraune Oberseite von der weien Bauchseite trennt. Am weien Kopf erstreckt sich ein dnner Streifen von den Augen bis zum oberen Maulwinkel. Die verlngerten Rckenhaare kann man nur sehen, wenn das Tier prunkt, das heit, mit steifen Beinen und gekrmmten Rcken emporspringt das namengebende Verhalten. Beide Geschlechter tragen geringelte, leierfrmige Hrner; die der Weibchen sind allerdings schlanker.
Die Gestalt gleicht der einer echten Gazelle. Der Springbock wird dennoch einer anderen Gattung zugeordnet, da sein Gebiss von dem der Gazellen abweicht: er hat im Unterkiefer zehn Mahlzhne, Gazellen dagegen zwlf.

Der Name Springbock rhrt von den senkrechten Stzen, mit denen sich diese Antilope in die Hhe schnellt, wenn sie erschreckt wird. Diese Sprnge aus dem Stand knnen Hhen von 3,5 m erreichen. Bei diesem Prunken bleiben die Beine steif, der Rcken wird nach auen gewlbt, und aus einer Hautfalte im Rcken treten die langen, weien Haare hervor, die weithin zu sehen sind. Dieses Verhalten knnte dazu dienen, die Artgenossen zu warnen, wenn ein Raubtier wahrgenommen wurde. Allerdings vollfhren auch Jungtiere im Spiel immer wieder diese Sprnge. Eine alternative Hypothese sagt, dass die Signale den Raubtieren selbst gelten sollen: ihnen wird angezeigt, dass sie bemerkt worden sind, und dass ein Angriff sinnlos ist. Sollte es doch zu einem Angriff kommen, kann ein Springbock mit einer Geschwindigkeit von fast 90 km/h fliehen. Damit gehrt er zu den schnellsten Sugetieren berhaupt: Mit dem Gabelbock und der Hirschziegenantilope ringt er um den zweiten Platz hinter dem Geparden. Springbcke leben zur Trockenzeit in kleineren Verbnden, die sich in der Regenzeit zu gewaltigen Herden vereinen. Diese Herden, in denen die Tiere Wanderungen zu besseren Nahrungsgrnden unternehmen, konnten in frheren Jahrhunderten ber eine Million Tiere umfassen. Heute bestehen die grten Herden aus etwa 1500 Springbcken. In der Trockenzeit bilden die Weibchen mit ihren Jungen kleine Herden aus etwa hundert Tieren. Separate Herden bilden junge Mnnchen; diese Junggesellenverbnde bestehen aus etwa fnfzig Tieren. Mnnchen sind territorial. Sie unterhalten Reviere mit einer Flche von 10 bis 40 Hektar und versuchen, die darin befindlichen Weibchen dort zu halten.

Der Springbock ist das Wappentier der Republik Sdafrika. Bei internationalen Sportwettbewerben nennen sich sdafrikanische Teams oft nach diesen Tieren; so heit das erfolgreiche Rugby-Team Sdafrikas the Springboks. Diese Verbundenheit mit dem Springbock lsst jedoch nach, da die Antilope im Bewusstsein des neuen Sdafrika mit dem Wappen des alten Apartheid-Staates verknpft ist. So entfernte South African Airways 1997 den Springbock aus ihrem Logo; springbok ist allerdings nach wie vor das ICAO-Rufzeichen (callsign) der Fluggesellschaft.
Trotz dieser Berhmtheit wurde der Springbock lange massiv bejagt. Einerseits wurde sein Fleisch geschtzt, andererseits hielt man ihn fr einen Schdling, da die Herden die Getreidefelder zertrampelten. Durch organisierte Massenabschsse schaffte man es im 19. Jahrhundert sogar, den Springbock in Sdafrika ganz aussterben zu lassen; im 20. Jahrhundert wurden die Tiere allerdings aus den Nachbarstaaten wieder eingefhrt. Die Gesamtpopulation wird heute auf 600.000 Tiere geschtzt.
Steinantilope, Steinbckchen (Raphicerus campestries)

In Sdafrika weit verbreitet, bevorzugt der Steinantilope das offene Land mit entsprechendem Schutz in Form von Struchern oder Stellen mit hohem Gras. Sie leben alleine, treffen sich nur zum Paaren und trennen sich sodann wieder. Die anmutigen kleinen Kitze halten sich ab und zu in verlassenen Lchern von Ameisenbren im Boden versteckt. Wenn der erwachsene Steinantilope bedroht wird, versteckt er sich im dichten Busch oder prescht blitzschnell davon und lt die meisten Raubtiere hinter sich.

Von den Zwergantilopen ist diese am weitesten verbreitet. Charakteristisch sind die groen Ohren. Das Mnnchen trgt kurze gerade, spitze Spiee. Steinbckchen bevorzugen offenes Gelnde mit einiger Deckung. Sie sind an ein Revier gebunden und leben einzeln oder paarweise. Unter den Antilopen sind sie insofern einmalig, als sie den Boden mit den Vorderhufen aufscharren, dort Kot und Urin lassen und die Stelle wieder bedecken.
Steppenzebra (Equus burchelli)

Das Steppenzebra zeichnet sich im Vergleich zu anderen Arten wie dem Grevyzebra und dem Bergzebra durch krzere Ohren und breite, pferdeartige Hufe aus. Die Frbung der Steppenzebrarassen ist rtlich sowie auch individuell auerordentlich verschieden, die Keulenzeichnung aber reicht immer weit auf die Krperseiten hinaus. Je nach lokaler Rasse unterscheidet sich die Farbe der Streifung von lackschwarz bis dunkelrotbraun, die helle Grundfarbe von klarwei bis rtlichbraun. Dabei zeichnet sich das Fell durch "Schattenstreifen" aus, die manchmal die weien Streifen berlagern. Dabei setzen sich die Streifen auf dem Bauch fort. Eine schwarz-weie Mhne erstreckt sich vom Scheitel bis zum Widerrist.

Steppenzebras haben relativ kurze Beine und erreichen eine Widerristhhe von 1,40 Meter. Sie sind etwa 2,3 Meter lang und wiegen ca. 230 kg. Bei der Geburt wiegt ein einzelnes Fohlen ca. 30 kg.

Steppenzebras sind sehr soziale Tiere und leben normalerweise in kleinen Familiengruppen, die aus einem einzelnen Hengst, einer bis zu mehreren Stuten sowie deren Nachwuchs bestehen. Die Gruppengre ist dabei abhngig von der Qualitt des Lebensraumes. Je schlechter die Lebensbedingungen, desto geringer die Herdengre. Zeitweilig leben die Steppenzebras in greren Herden zusammen, sowohl mit anderen Zebraherden als auch vllig verschiedenen Gattungen, wie beispielsweise den Gnus.

Steppenzebras bevorzugen zwar kurzes Gras zum Grasen, sind darauf jedoch nicht angewiesen. Sie haben daher einen sehr weitreichenden Lebensraum. Sie sind deswegen auch in strker bewaldeten Gegenden zu finden und sind auch hufig die erste grasfressende Art, die in einer grasbewachsenen Region auftaucht. Erst nachdem die Steppenzebras das lange Gras abgefressen und niedergetrampelt haben, folgen Gnus und Gazellen. Trotzdem bevorzugen nachts auch die Steppenzebras einen Aufenthalt auf offenen Flchen. Als Schutz vor Jgern hlt mindestens ein Tier immer Wache.
Streifengnu (Connochaetes taurinus)

Das Streifengnu (Connochaetes taurinus) ist eine Antilope aus der Gattung der Gnus, die als Grasfresser in offenen Steppen oder Baumsavannen Afrikas zu Hause ist.
Sie hat eine Schulterhhe von 140 cm und einen hohen, stmmigen Vorderkrper, der zu den Hinterbeinen abfllt. Sie hat einen groen Kopf mit einem breiten Maul. Das Haarkleid ist brunlich oder blulich schillernd dunkelgrau. Vom Hals bis zum Hinterteil befinden sich dunkle Querstreifen. Eine lange, schwarze Mhne bedeckt den Nacken bis zu den Schultern. An der Kehle wchst ein schwarzer Bart. Beide Geschlechter tragen Hrner, die an Rinderhrner erinnern, jedoch sind die der Bullen krftiger. Der schwarze Schweif erinnert an einen Pferdeschwanz. Bei der Geburt sind die Klber hell rtlichbraun und haben ein dunkleres Gesicht.
Das Streifengnu ist die weitaus hufigere der beiden Gnu-Arten. Im Serengeti-Nationalpark leben mittlerweile 1,6 Millionen Streifengnus; dies ist die grte Ansammlung groer Sugetiere auf der Erde. Folgende Unterarten werden unterschieden:
- Blaues Streifengnu (C. t. taurinus): Kehlenbart, lang und schwarz; Sdlich und Westlich des Sambesi in Sdafrika, Namibia, Angola, Botswana, Simbabwe, Sambia, Mosambik.
- stliches Weibartgnu (C. t. albojubatus): Weier Kehlbart; Nordtansania und Sdostkenia.
- Westliches Weibartgnu (C. t. mearnsi): Weier Kehlbart; Nordtansania und Sdkenia westlich des Groen Grabens.
- Cookson-Gnu oder Luangwa-Gnu (C. t. cooksoni): Brunliche Fellfarbe; Nordost-Sambia, vor allem Luangwa-Tal, Malawi.
- Njassa-Gnu (C. t. johnstoni): Weie Binde zwischen den Augen; Sdtansania, Sd und Ostmalawi, Nordmosambik.
Tschakma-Pavian, Brenpavian (Papio ursinus)

Der Brenpavian oder Tschakma (Papio ursinus) ist eine Primatenart aus der Gattung der Paviane innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten. Mit einer Krperlnge von bis zu 115 cm und einem Gewicht von 15 bis 31 kg bilden sie die grte und schwerste Pavianart. uere Kennzeichen sind das dunkelbraune oder graue Fell, die lange Schnauze und die Tatsache, dass Mnnchen im Gegensatz zu anderen Pavianarten keine Mhne haben.
Ihr Verbreitungsgebiet ist das sdliche Afrika und erstreckt sich von Angola, Sambia und Mosambik sdlich bis Sdafrika. Innerhalb des Verbreitungsgebietes knnen Gre und Fellfrbung variieren, besonders kleine Brenpaviane kommen zum Beispiel in der Kalahari vor.
Wie alle Paviane leben sie in Gruppen, meistens in gemischten Gruppen, in manchen Regionen (zum Beispiel das gebirgige Sdafrika) dominieren jedoch die Einmnnchengruppen (siehe Gruppenverhalten der Paviane). Sie besitzen ein komplexes Gruppenverhalten und kommunizieren mittels Krperhaltungen, Gesichtsausdrucken, Lauten und durch Krperkontakte. Brenpaviane sind Allesfresser mit einer Vorliebe fr Frchte, die jedoch auch Bltter, Insekten, Samen und kleinere Wirbeltiere zu sich nehmen.
Die Brenpaviane der Kaphalbinsel in Sdafrika haben ihren Speiseplan um Meeresfrchte erweitert, auerdem kauen sie bei einer Magenverstimmung etwas Kaolinton.
Brenpaviane sind weitverbreitet und zhlen nicht zu den bedrohten Tierarten.
Warzenschwein (Phacochoerus africanus)

Warzenschweine �hneln auf den ersten Blick einem etwas flacheren Wildschwein mit einem etwas zu gro� geratenen bizarren Kopf. Vor allem die sechs paarig angeordneten Warzen am Kopf und die halbkreisf�rmigen, bis zu sechzig Zentimeter langen, gekr�mmten Hauer (die Eckz�hne des Oberkiefers) tragen zu diesem Eindruck bei. Die unteren Eckz�hne sind ebenfalls verl�ngert, sie sind k�rzer, aber sch�rfer. Die Warzen, die besonders bei alten M�nnchen sehr gro� sein k�nnen, sind reine Hautgebilde ohne kn�cherne oder Muskelgrundlage, die bereits beim Embryo angelegt sind. Der kurze Hals tr�gt eine Art Wamme.
Das gew�hnlich graue Fell der Warzenschweine ist aufgrund seiner w�rmeren Heimat wesentlich weniger dick als das der mitteleurop�ischen Wildschweine. Es hat eine lange Nacken- und R�ckenm�hne, die sich bei Gefahr aufstellt und einen mit einer Quaste versehenen Schwanz, den es bei Flucht oder Angriff aufstellt - diesem Verhalten verdanken sie auch den Spitznamen �Radio Afrika�. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpfl�nge von 90 bis 150 Zentimeter, der Schwanz wird 25 bis 50 Zentimeter lang und die Schulterh�he betr�gt 64 bis 85 Zentimeter. Das Gewicht liegt zwischen 50 und 150 Kilogramm, wobei die M�nnchen schwerer als die Weibchen werden.
Warzenschweine sind im Gegensatz zu den meisten anderen Schweinearten tagaktiv, ruhen aber w�hrend der Mittagshitze im Geb�sch oder unter B�umen. Des Nachts verbergen sie sich in Felsl�chern, alten Termitenbauten und mit Vorliebe in den H�hlen der Erdferkel, die nachts auf Nahrungssuche gehen.
Diese Schweine leben in Gruppen von vier bis 16 Tieren, die sich meistens aus mehreren Weibchen mit deren Nachwuchs zusammensetzen. Auch junge M�nnchen bilden Gruppen, w�hrend ausgewachsene Eber meist einzelg�ngerisch leben. Mehrere Gruppen und Einzeltiere bilden eine Gro�gruppe. Die Reviere mehrerer Gruppen innerhalb einer Gro�gruppe �berlappen sich, manchmal werden auch Erdl�cher und andere Ressourcen gemeinschaftlich genutzt.
Warzenschweine sind ausgesprochen wehrhafte Tiere, die mitunter sogar Leoparden zu vertreiben verm�gen.
Weissschwanzgnu (Connochaetes gnou)

Das Weischwanzgnu (Connochaetes gnou) ist eine afrikanische Antilope aus der Gattung der Gnus. Es kommt ausschlielich im sdlichen Afrika vor. Mit einer Schulterhhe von 1,20 m ist es etwas kleiner als das Streifengnu.
Diese Antilope trgt einen weilichen "Pferdeschwanz" und hat eine schwarze Fellfrbung. Das Gesicht ist mit borstenartigen abstehenden Bscheln bedeckt, auch am Hals und zwischen den Vorderlufen wachsen lange Haare. Vom Nacken bis zu den Schultern steht eine weie Mhne mit schwarzen Spitzen. Beide Geschlechter tragen hakig nach oben und nach vorn gebogene Hrner, die sich beim Mnnchen am Ansatz zu einer Art "Helm" verdicken.
Sie sind Grasfresser, die gelegentlich auch Laub fressen. Der Lebensraum ist die offene Savanne.
Die Khe ziehen mit den Klbern herdenweise durch die Reviere der Bullen. Die geselligen Tiere sind tagaktiv, allerdings ruhen sie in der Mittagshitze. Die meisten Klber werden im Sommer geboren. Frher konnten riesige Herden beobachtet werden, wobei sich das inzwischen ausgerottete Quagga zu den Gnus gesellte.
Die Weischwanzgnus sind heute weitaus seltener als die Streifengnus. Nachdem es im 19. Jahrhundert beinahe ausgerottet worden war, haben sich die Bestnde heute wieder so weit erholt, dass sie etwa 10.000 Tiere zhlen.
Zwergrssel-Antilope, Dik-Dik (Madoqua kirkii)

Sehr kleine Antilope mit einem Gewicht um 6 Kilogramm und einer Schulterhhe bis 45 Zentimeter. Nase ein wenig rsselartig verlngert. Rcken grau bis braun gesprenkelt, Kopf, Hals und Schultern mit blartlichbraunem Anflug. Farbintensitt hngt weitgehend von der Feuchtigkeit des Lebensraumes ab: Je trockner, desto blasser gefrbt. Hrner klein mit Graten.
Jagdvorschriften in Namibia:
Whrend der Jagdsaison ist alles Wild offen. In Namibia wird per Pirsch und per Ansitz gejagt. Gerade Letzteres kann nach zwei oder drei Tagen Pirsch sehr entspannend sein. Es kann sowohl mnnliches wie auch weibliches Wild erlegt werden.
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