HOME   Wildarten   Jagdlnder   Allgemeines   Kontakt    Deutsch   Franais   English  
Jagdland: Kamerun

KontinentAfrika
LandKamerun
Koordinaten 3.866667 11.51667
Jagdzeit1. Dezember - 31. Mai
Wild
Beschreibung:
In Kamerun, das auch Miniatur-Afrika genannt wird, treffen sich mehrere alte transafrikanische Handelsrouten. Das Land reicht vom Atlantischen Ozean (Golf von Guinea) bis zum Tschad-See, wo sich West- und Ostafrika begegnen.

Bis 1884 stand das Gebiet von Kamerun unter dem Einfluss selbstndiger afrikanischer Herrscher, von denen die Duala die Mchtigsten waren.

Der europische Einfluss begann im Jahr 1472, als portugiesische Seeleute an der Kste Kameruns landeten. Kamerun erhielt seinen Namen aufgrund der vielen Krabben im Fluss Wouri (damals Rio de Camares, Krabbenfluss). Um 1520 begann ein Handel mit den Portugiesen insbesondere mit Elfenbein, Palml und Zuckerrohr. Der Sklavenhandel erlangte an der Kameruner Kste nie eine besondere Bedeutung; schon 1820 wurde der Sklavenhandel aufgehoben und die Sklavenhndler wurden verfolgt. Schlielich unterzeichneten am 10. Juli 1840 die Duala-Knige mit Grobritannien die vlkerrechtlichen Vertrge fr das weltweite Verbot des Menschenhandels bzw. der Sklaverei. (Zum Vergleich: In den USA wurde die Sklaverei 1865, in Brasilien 1888 abgeschafft.)

1868 wurde durch die Errichtung von Handelsniederlassungen an der Mndung des Wouri des Hamburger Handelshauses Woermann der Einfluss des Deutschen Reiches auf Kamerun immer strker. Am 14. Juli 1884 schloss der deutsche Generalkonsul Dr. Gustav Nachtigal als Kaiserlicher Kommissar mit den Knigen der Duala und anderen regionalen Herrschern Schutzvertrge ab und proklamierte damit die deutsche Schutzherrschaft ber Kamerun als sogenanntes deutsches Schutzgebiet. Die faktische Inbesitznahme des Hinterlandes und die gewaltsame oder kooperative Integration der dortigen Gesellschaften vollzog sich allerdings erst in den folgenden 30 Jahren und war bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges noch nicht endgltig abgeschlossen.

Im Jahr 1911 erfolgte im Marokko-Kongo-Abkommen auf Kosten der franzsischen Kolonien in Zentralafrika eine bedeutende Vergrerung des Schutzgebietes (Neukamerun). Die hierdurch angeschlossen Territorien gingen allerdings durch den Versailler Vertrag wieder verloren.

Im Ersten Weltkrieg konnte sich die zahlenmig und materiell unterlegene Schutztruppe nur zwei Jahre in Kamerun halten. 1916 ergab sich die letzte Garnison in Mora (Nordkamerun) der britischen Kolonialarmee.

Durch den Versailler Vertrag von 1919 ging Kamerun offiziell in den Besitz des Vlkerbundes ber, der wiederum ein Mandat zur Verwaltung an Grobritannien und Frankreich gab. Es kam zur Aufteilung, bei der Frankreich vier Fnftel erhielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide Vlkerbundmandate durch die UNO in Treuhandmandate umgewandelt. Ziel der UNO war es, eine allmhliche Selbstverwaltung des Gebietes zu erreichen. In den folgenden Jahren bis 1957 kam es hufig zu Unruhen und zum Kampf um die Unabhngigkeit des franzsischen Treuhandgebietes. Am 10. Mai 1957 wurde im Amt des Ministerprsidentes Andr Marie Mbida eingesetzt.

Am 1. Januar 1960 erhielt das franzsische Kamerun nach einer Volksabstimmung und nach dem Auslaufen des UN-Mandats die Unabhngigkeit und nannte sich Ost-Kamerun. Der Norden des britischen Mandats-Treuhandsgebietes hatte bei einer vorangegangenen Volksabstimmung fr den Anschluss an Nigeria gestimmt, der sdliche Teil entschied sich fr einen Anschluss an den Staat Kamerun (1. Oktober 1961). Das ist der Hintergrund dafr, da heute zwei Amtssprachen (Franzsisch und Englisch) in Kamerun anerkannt sind.

Der vom Ministerprsident zum kamerunischen Staatsprsidenten aufgestiegene Fulbe Ahmadou Ahidjo errichtete eine blutige Diktatur und lie jede unabhngige Meinungsuerung unterdrcken. Mit Hilfe seiner franzsischen Berater und brutaler Repression gelang es Ahidjo, sein Regime zu festigen. Am 1. September 1966 wurde die Einheitspartei Union Nationale Camerounaise (UNC) gegrndet, die seit 1985 als 'Rassemblement Democratique du Peuple Camerounais' (RDPC) genannt wird.

1972 wurden Reformen durchgefhrt. Die Bundesrepublik Kamerun wurde in einen Einheitsstaat umgewandelt (Vereinigte Republik Kamerun). Nach dem Rcktritt des Staatsprsidenten Ahidjo am 6. November 1982 wurde sein Premierminister Paul Biya zum Staatsoberhaupt und Vorsitzenden der Einheitspartei UNC. Er gewann 1984 die Wahlen und konnte einen Putschversuch vereiteln. Mit der neuegegrndeten Einheitspartei RDPC versprach Biya die Demokratisierung des Landes und mehr soziale Gerechtigkeit. Bei den Wahlen 1988 kandidierte Biya jedoch ohne Gegenkandidat und erhielt die Mehrheit. Belastet wurde seine Regierung durch die wirtschaftliche und soziale Krise des Landes whrend der 1980er Jahre, die ihm und seinem korrupten Kabinett angelastet wurde. Die Forderungen nach Pressefreiheit und Beendigung des Einparteiensystem wurden immer lauter. Mit der Zulassung der Pressefreiheit erschienen viele kritische Zeitungen, und die Opposition im Land wurde immer strker. Anfang der 1990er Jahre kam es vermehrt zu Unruhen und Generalstreiks mit der Forderung nach dem Ende der Monopolstellung der RDPC. Biya gab dem Druck der Strae zgerlich nach und lie die Bildung von Oppositionsparteien zu, so dass 1992 die ersten freien Wahlen stattfanden, bei denen Biya erneut gewann. Die Opposition vermutete Wahlbetrug, da auslndische Wahlbeobachter behindert wurden. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Oppositionsparteien zu sehr zersplittert waren (bei der Wahl traten 32 Parteien an), um ihre Stimmen zu bndeln. Trotzdem hatte das Wahlergebnis zur Folge, dass die RDPC (89 Sitze) mit der grten Oppositionspartei UNPD (65 Sitze) koalieren musste. Durch franzsische Untersttzung und geschicktes Ausspielen seiner politischen Gegner konnte Biya bis 1997 seine Mehrheit im Parlament halten und wurde bei den Wahlen im gleichen Jahr besttigt.
Wetter/ Klima:
Trocken und angenehm, frische Nchte und warme Tage von Oktober bis Mrz. Danach steigen die Temperatuen bis zu den ersten Regenfllen Mitte April stetig an.

http://www.joen.lu - http://www.jagen.lu - http://www.chasser.lu - http://www.hunting.lu - http://www.ohota.lu
(c) 2007/2017 gst-Design