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DETAIL: Wildart Rehwild (Capreolus capreolus)

JagdlnderRehwild
  • Schweden

  • Wildart

    Rehwild


    Vorkommen

    Das Europische Reh kommt in fast ganz Europa und Kleinasien vor. Es fehlt auf den Mittelmeerinseln, dem Peloponnes und auf Irland. In Skandinavien breitet sich das Reh nach wie vor stark aus. Whrend es um 1900 erst die sdschwedische Landschaft Schonen besiedelt hatte, ist es bis auf einige Hochgebirgsregionen nrdlich des Polarkreises heute berall auf der skandinavischen Halbinsel anzutreffen.

    Innerhalb dieses Verbreitungsraumes besiedelt es den gesamten Hhenbereich vom Meeresspiegel bis an die alpine Baumgrenze. Rehe bevorzugen Bereiche mit ausreichender Deckung und sungsvielfalt, wie Buschwerk und abwechslungsreiche Waldrandzonen. Diesem Lebensraum entspricht auch der Krperbau. Er ist fr das leichte Einschlpfen und das lautlose Bewegen im Buschwerk sehr gut geeignet. Aber es fehlt die Ausdauer fr lange Fluchten, wie sie ein Steppenbewohner bentigt.

    Das Reh ist sehr anpassungsfhig und deshalb ein erfolgreicher Kulturfolger. Die in den sechziger Jahren vor allem in Sddeutschland entstandenen fast baum- und strauchlosen Ackerflchen hat es schnell mit einer angepassten Lebensweise besiedelt. Groe Gruppen mit nicht selten mehr als 20 Individuen halten sich den ganzen Tag auf der im Winter fast deckungslosen, weithin offenen, aber durch Wintergetreide und Zwischensaat sungsreichen Flche auf. Nach ihrem individuellen Lebensraum werden Rehe beispielsweise als Waldreh oder Feldreh bezeichnet. Obwohl dies keine unterschiedlichen Rassen sind, zeigen sie Unterschiede in Konstitution, Verhaltensweise und Populationsdynamik.

    Nachhaltige Beunruhigung wirkt verdrngend. Allerdings wird steter Autoverkehr nicht als strend empfunden, weshalb Rehe dicht an der Autobahn ruhig sen. Unregelmige Strungen, aber auch das gleichzeitige Vorkommen unvertrglicher Tierarten, z. B. des Damhirsches, wirken sich nachteilig auf die Population und die individuelle Entwicklung der Tiere aus.

    In den sdlichen trockenen Gegenden des Verbreitungsgebietes und in den kalten nrdlichen Zonen sind die Populationen geringer als in den gemigt feuchten Zonen. In den klimatisch gemigten Regionen mit ausreichendem Angebot an sung und Deckung wird die Populationsdichte vor allem durch die Bejagung bestimmt.


    Beschreibung

    Das Reh (Capreolus capreolus), zur Unterscheidung vom Sibirischen Reh auch Europisches Reh genannt, ist in Mitteleuropa der hufigste Vertreter der Hirsche. Das Reh unterliegt dem Jagdrecht und wird dort dem Schalenwild zugeordnet. Das mnnliche Tier wird Bock genannt, das weibliche Tier nach Vollendung des ersten Lebensjahres Schmalreh und in den folgenden Jahren Ricke. Das Junge heit im ersten Lebensjahr Kitz. Die Kitze werden nach Geschlecht als Bockkitz und Rickenkitz unterschieden. Im sddeutschen Raum wird fr die Ricke auch die Bezeichnung Geiss verwendet.

    Ausgewachsene Rehe messen von Kopf bis Rumpf 100 bis 140 cm und erreichen eine Schulterhhe zwischen 60 und 90 cm. Ausgewachsene mnnliche Tiere haben ein Durchschnittsgewicht von 15 bis 30 kg, weibliche wiegen 10 bis 15 % weniger. In Gebieten mit besonders guten sungsverhltnissen und geringer Beunruhigung werden auch hhere Gewichte erreicht.

    Mnnliche Tiere tragen ein Geweih (in der Jgersprache Gehrn genannt), das jhrlich in der Zeit von Oktober bis November abfllt, aber unter einer schtzenden und nhrenden Basthaut sofort neu zu wachsen beginnt. Die Basthaut stirbt nach Abschluss der Geweihbildung ab und wird dann vom Bock durch Reiben (Fegen) an Bschen und jungen Bumen von der verbleibenden Knochenmasse entfernt. Das Geweih besteht aus zwei Stangen, die jede fr sich aus der Schdeldecke wachsen. Vor allem beim einjhrigen Bock sind diese Stangen als einfacher, unverzweigter Spie ausgebildet. Seltener kommen die fr zwei- und mehrjhrige Bcke typischen Stangen mit jeweils zwei, maximal drei Sprossen vor. Das Geweihgewicht ist mit 100 bis 500 Gramm gering im Vergleich zu anderen Hirschen.

    Das Fell ist im Sommer krftig rotbraun, im Winter graubraun oder dunkelbraun. Das Fell der Rehkitze ist rotbraun und weist eine weie Punktierung auf dem Rcken und auf den Flanken auf. Im Norden Deutschlands zwischen Rhein und Elbe kommen regelmig schwarze Rehe vor.

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