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DETAIL: Wildart Rotwild (Cervus elaphus)

JagdlnderRotwild
  • Schweden

  • Wildart

    Rotwild


    Vorkommen

    Der Rothirsch bewohnt Eurasien von der Iberischen Halbinsel bis in die Mandschurei, auerdem kommt er natrlicherweise im Sden Kanadas sowie in weiten Teilen der USA vor. Durch den Menschen wurden Rothirsche auch in Lnder eingefhrt, in denen sie ursprnglich nicht heimisch waren, so in Argentinien, Australien und Neuseeland.

    In Europa dringt er im Norden bis zum 65. und Asien bis zum 55. nrdlichen Breitengrad vor. Die Sdgrenze reicht von Nordafrika ber Kleinasien, den Kaukasus, Vorderasien, Kaschmir und Teile des Himalaya bis China.


    Beschreibung

    Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist ein in Eurasien und Nordamerika weit verbreiteter Hirsch. Er ist wahrscheinlich der bekannteste Vertreter der Familie. Als Wapitis werden die nordamerikanischen und die nordostasiatischen Unterarten des Rothirsches bezeichnet.

    Der Rothirsch erreicht je nach Unterart eine Kopfrumpflnge von 1,6-2,6 Metern, eine Schulterhhe von 0,75-1,50 Metern und ein Gewicht von 75-340 Kilogramm. Der Schwanz ist 10-27 Zentimeter lang. Die Unterarten aus Nordamerika und Nordostasien sind in der Regel deutlich grer als die westlichen Formen. Auch sind die Mnnchen stets grer als die weiblichen Tiere. Der Rothirsch ist schlank, doch krftig gebaut, mit breiter Brust, ziemlich langem schlanken Hals und nach vorn stark verschmlerten Kopf. Er hat mittelgroe Augen, zugespitzte Ohren von halber Kopflnge und hohe schlanke Fe (Lufe). Die Afterklauen berhren bei normaler Fortbewegung den Boden nicht.


    Die Voraugendrsen (Trnengruben) sondern ein brunliches Sekret ab, welches die Tiere durch Reiben an Bumen oder Struchern zur Markierung abstreifen. Das nur von den mnnlichen Tieren entwickelte Geweih sitzt auf einem kurzen sogenannten Rosenstock. Das Geweih wird jhrlich etwa im Februar bis April abgeworfen, eine Neubildung setzt kurzzeitig danach wieder ein und ist in 120 Tagen abgeschlossen.

    Der Schwanz ist zur Spitze hin verschmlert, das Haar verlngert sich am Vorderhals bei Mnnchen oft auf bis zu 15 Zentimeter und bildet eine Halsmhne; auf der Oberlippe und ber den Augen stehen dnne, lange Borsten.

    Die Frbung variiert stark nach Jahreszeit, Geschlecht und Alter: im Winter braungrau, im Sommer mehr rtlichbraun, um die Schwanzgegend ein hell braungelblicher Spiegel. Der Fellwechsel bei Rothirschen geschieht (wie bei vielen Sugetieren in khleren Regionen im allgemeinen) zweimal im Jahr. Das Fell (auch Haarkleid genannt) bekommt beim bergang zum Winter, ein dichteres Unterhaar, welches der Hirsch zum Sommer hin wieder abwirft. Das Wachstum des Sommerfells (Sommerdecke) setzt bei Hirschen im Mai bis Juni ein. Es hat einen fr den Rothirsch charakteristischen rot-braunen Haselnusston. Im Semptember bis Oktober wechselt es dann zu einem grau-gelben bis grau-braunen Winterfell (Winterdecke). Es ist nun struppiger und besitzt das dichtere Unterhaar, was den Hirsch vor der Klte schtzt. Bei lteren Hirschen kann der Fellwechsel auch schon im August einsetzen.

    Weie Tiere kommen in freier Wildbahn nur selten vor, und ebenso selten sind solche, die von der Stirn bis zum Maul einen weilichen Streifen sowie hellere Beine haben (in der Jgersprache Blesswild genannt). Letztere werden mitunter in Parks gehalten.


    Man unterscheidet eine groe Zahl von Unterarten, die sich in drei Gruppen einteilen lassen: die Gruppe der westlichen Rothirsche, die der Hangule und die der Wapitis und sibirischen Marale.

    Westliche Rothirsche:
    Zu dieser Unterartengruppe gehren die europischen Rothirsche, sowie die Rothirsche Nordafrikas und Kleinasiens.

    - Europischer Rothirsch Cervus elaphus elaphus. Europa, whrend die Unterart in Deutschland, sterreich und groen Teilen Osteuropa recht hufig ist, sind die Bestnde in den Mittelmeerlndern stark zurckgegangen. In Grobritannien sind Rothirsche zwar recht hufig, hier hat aber die Einfhrung von nordamerikanischen Wapitis und japanischen Sikahirschen zu einer Vermischung gefhrt, so dass es dort kaum noch reine europische Rothirsche gibt. Insgesamt zhlt die Population dieser Unterart etwa eine Million Tiere.
    - Korsischer oder Tyrrhenischer Rothirsch (Cervus elaphus corsicanus): Korsika und Sardinien. Es ist allerdings nicht geklrt, ob dies tatschlich eine natrlich entstandene Unterart ist oder von schon in der Antike eingefhrten Rothirschen des Festlands abstammt. Auf Sardinien leben noch etwa 200 Tiere, die durch Habitatzerstrung und Jagd bedroht sind. Auf Korsika war diese Unterart ganz ausgestorben, inzwischen wurden allerdings Hirsche von Sardinien aus eingefhrt. Die IUCN fhrt die Unterart als bedroht.
    - Berberhirsch (Cervus elaphus barbarus): Nordafrika, schon zu rmischen Zeiten bejagt, waren zuletzt nur noch versprengte Tiere im Atlas brig. In letzter Zeit haben sich die Bestnde in Algerien, Marokko und Tunesien wieder auf 5000 vergrert, so dass die IUCN den Berberhirsch jetzt als nicht gefhrdet ("lower risk") fhrt.
    - Kaukasushirsch oder Kaukasusmaral (Cervus elaphus maral) lebt im Kaukasus sowie in Anatolien und sdlich des Kaspischen Meeres.

    Hangule:
    Sechs Unterarten, auch Hangule genannt, leben in Zentral- und Ostasien. Dies sind:

    - Bucharahirsch (Cervus elaphus bactrianus): Afghanistan, Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan; gefhrdet.
    - Kaschmirhirsch oder Echter Hangul (Cervus elaphus hanglu): Kaschmir; bedroht; nur etwa 500 Tiere sind brig.
    - Tibetischer Rothirsch oder Shou (Cervus elaphus wallichi): Himalaya (sdliches Tibet und Bhutan); bereits fr ausgestorben gehalten, aber 1988 wieder entdeckt.
    - Jarkandhirsch (Cervus elaphus yarkandensis): Xinjiang; war ebenfalls bereits fr ausgestorben erklrt, inzwischen wei man aber um etwa 5.000 lebende Tiere im Tarimbecken.
    - MacNeill-Hirsch (Cervus elaphus macneilli): Im stlichen Tibet, sowie in der Qinghai-Provinz.
    - Gansuhirsch (Cervus elaphus kansuensis): In den chinesischen Regionen Gansu, Sichuan, Ningxia und Shaanxi.

    Sibirische Marale und Wapitis
    Als Wapitis werden die Unterarten des Rothirsches in Nordamerika und einige in Nordost-Asien bezeichnet. Sie werden in einem eigenen Artikel beschrieben.

    - stlicher Wapiti (Cervus elaphus canadensis): Ausgestorben.
    - Merriam-Wapiti (Cervus elaphus merriami): Ausgestorben.
    - Rocky-Mountain-Wapiti (Cervus elaphus nelsoni): Nordwestliche USA, Kanada.
    - Olympic-Wapiti (Cervus elaphus roosevelti): Kalifornien, Oregon, Washington, British Columbia.
    - Manitoba-Wapiti (Cervus elaphus manatobensis): Manitoba, Saskatchewan, Sddakota.
    - Tule-Wapiti (Cervus elaphus nannodes): Zentralkalifornien.
    - Altai-Maral oder Altai-Wapiti (Cervus elaphus sibiricus): Altai- und Sajangebirge, die nordwestliche Mongolei sowie das Baikalgebiet.
    - Tien-Shan-Maral oder Tien-Shan-Wapiti (Cervus elaphus songaricus): Tienschan- und Alatau-Gebiet
    - Isubrahirsch (Cervus elaphus xantopygus): Amurregion, Ostmongolei, Nordkorea und Nordchina.

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