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DETAIL: Wildart Grizzlybr (Ursus arctos horribilis)

JagdlnderGrizzlybr

Wildart

Grizzlybr


Vorkommen

Das ursprngliche Verbreitungsgebiet der Grizzlybren umfasst weite Teile des westlichen und mittleren Nordamerika. Er stammt von einer eurasischen, ber die zeitweise trockene Beringstrae eingewanderten Braunbrenpopulation ab. Dort verbreitete er sich in Wldern und in der Tundra des ganzen Kontinentes bis nach Mexiko. Wie weit sein Verbreitungsgebiet nach Osten reichte, ist unbekannt, Knochenfunde von der Halbinsel Labrador, aus Kentucky und Ohio deuten an, dass es weiter reichte als ursprnglich angenommen.

Der Rckgang der Populationen begann mglicherweise bereits, als die Indianer dank der von den Spaniern eingefhrten Pferde ihre Jagdtechniken verfeinerten. Mit der groflchigen Besiedlung des Landes durch die Europer ging dann ein drastischer Rckgang der Bestandszahlen und des Verbreitungsgebietes einher. Als wichtiges Rckzugsgebiet erwies sich der 1872 gegrndete Yellowstone-Nationalpark. Im Kerngebiet der USA (den 48 zusammenhngenden Staaten) leben heute nur mehr rund tausend Tiere, die in mehrere isolierte Populationen im nordwestlichen Landesteil (dem Yellowstone-Nationalpark, dem Glacier-Nationalpark sowie vereinzelt in den Bundesstaaten Montana, Idaho und Washington) leben. In Kanada sind sie ebenfalls aus den mittleren Landesteilen verschwunden und kommen heute nur mehr in Britisch-Kolumbien, dem westlichen Alberta und in den nrdlichen Territorien vor. Im dnn besiedelten Alaska sind sie noch relativ hufig. Die heutige Gesamtpopulation wird auf rund 50.000 Tiere geschtzt


Beschreibung

Der Grizzlybr (auch Grisli bzw. alte Rechtschr. Grisly) (Ursus arctos horribilis) ist eine in Nordamerika lebende Unterart des Braunbren. Ging man in frherer Zeit noch von zahlreichen verschiedenen Unterarten auf diesem Kontinent aus, so werden heute in der Regel alle dort lebenden Braunbren mit Ausnahme der Kodiakbren als Grizzlybr bezeichnet.

Die Fellfrbung und die Gre dieser Tiere variieren in ihrem Verbreitungsgebiet. Der Begriff grizzly (aus dem Englischen fr grulich) spricht auf das weigrau gesprenkelte Oberfell an, das besonders Tiere in den Rocky Mountains aufweisen, Grizzlys knnen aber auch gelbbraun, dunkelbraun oder fast schwarz gefrbt sein. Die Farbe hngt vor allem vom Lebensraum, im Speziellen von der Nahrung und vom Klima, ab. Die Gre nimmt generell von Norden nach Sden ab, whrend sie im Norden bis zu 680 Kilogramm wiegen knnen, sind die Tiere im Sden mit 80 bis 200 Kilogramm bedeutend leichter. berall sind allerdings die Mnnchen deutlich schwerer als die Weibchen, durchschnittlich um das 1,8-fache. Die Kopfrumpflnge der Grizzlybren betrgt 1,5 bis 2,5 Meter, sein Schwanz misst 10 bis 12 Zentimeter. Bei den Schultern ist er 1,5 Meter hoch.

Der Krperbau entspricht dem der brigen Bren, der Krper ist stmmig, die Gliedmaen lang und krftig. Die Fe tragen jeweils fnf nicht einziehbare Krallen. Wie alle Bren sind Grizzlys Sohlengnger. Der Schwanz ist ein kurzer Stummel, der Kopf ist massiv und rund. Wie alle Braunbren weist er einen Hcker am Nacken auf, der aus einer krftigen Muskelmasse besteht. Diese braucht er, um seine Vorderpranken wirkungsvoll einzusetzen. Mit seinen Pranken jagt er, fngt Lachse, wendet Steine zur Nahrungssuche und grbt Hhlen. Nebst dem Buckel am Nacken ist die strker vom Kopf abgesetzte Schnauze ein Kennzeichen, das ihn vom oft gleichgefrbten Amerikanischen Schwarzbr unterscheidbar macht.

Grizzlybren sind normalerweise nachtaktive Einzelgnger. Nur bei besonders ppigem Nahrungsangebot, wie in beerenreichen Regionen oder Flssen whrend der Lachslaiche, kommt es manchmal zur Ansammlung vieler Tiere.

Trotz seines massigen Krperbaus kann er mit einer Geschwindigkeit von ber 60 km/h rennen. Auer bei der Jagd tappt er allerdings meist gemchlich dahin. Normalerweise geht er auf allen Vieren. Zum besseren berblick kann er sich auf die Hinterpranken stellen und so auch einige Schritte gehen.

Grizzlys halten whrend der kalten Jahreszeit eine Winterruhe. Da die Krpertemperatur nur wenig zurckgeht und sie leicht aufzuwecken sind, spricht man nicht von einem echten Winterschlaf. Um sich darauf vorzubereiten, legen sie im Sptsommer und Herbst einen Fettvorrat an.

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