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DETAIL: Wildart Gams, Gemse (Rupicapra rupicapra)

JagdlnderGams, Gemse

Wildart

Gams, Gemse


Vorkommen

Mitteleuropische Hochgebirge (Alpen, Pyreneen, Balkan)


Beschreibung

Die Gmse (Rupicapra rupicapra) (vor der Rechtschreibreform: Gemse), ist eine in Europa und Kleinasien beheimatete Art der Ziegenartigen.

Eine Gmse wird einen Meter lang, hat einen acht Zentimeter langen Schwanz, ist am Widerrist 75 Zentimeter hoch und wiegt 30 bis 50 Kilogramm. Sie ist gedrungen und krftig gebaut, mit ziemlich schlankem Hals, kurzem, nach der Schnauze hin stark verschmlertem Kopf, mit spitzen Ohren von nahezu halber Kopfeslnge, langen, starken Fen, ziemlich plumpen Hufen, ohne Trnengruben und mit bis zu 25 Zentimeter langen, drehrunden Hrnern (sog. Krucken), die an der Wurzel geringelt sind, gerade aufsteigen und an der Spitze rckwrts gebogen sind. Beide Geschlechter tragen Hrner. Hinter ihnen befindet sich eine in einen Drsensack fhrende Hhle, die so genannte Brunftfeige, aus der sich zur Brunftzeit ein schmieriges, belriechendes Sekret absondert.
Im Sommer ist die Gmse schmutzig rotbraun, auf der Unterseite hell rotgelb, auf dem Rcken mit einem schwarzbraunen Streifen, an der Kehle fahlgelb, im Nacken weigelblich. Die Hinterseite der Schenkel ist wei, der Schwanz auf der Unterseite und an der Spitze schwarz. Von den Ohren verluft ber die Augen hin eine schwarze Lngsbinde.
Im Winter ist die Gmse oben dunkelbraun oder braunschwarz, am Bauch wei, an den Fen und am Kopf gelblichwei, auf dem Scheitel und an der Schnauze etwas dunkler. Beide Kleider gehen unmerklich ineinander ber. Jger unterscheiden das groe, dunkelbraune Waldtier von dem kleineren, rotbraunen Grattier.

Weibchen und Jungtiere leben in Herden zu 15 bis 30 Tieren. Die soziale Bande ndert sich mit den Jahreszeiten. Im Sommer ist sie sehr intensiv; ein Tier der Herde ist zu dieser Zeit stets als Wchter abgestellt und warnt die anderen bei Gefahr durch einen Pfiff. Zum Winter hin wird der Herdenzusammenhalt lockerer, und manche Herden vermischen sich oder lsen sich auf. Das Rudel wird von einer erfahrenen Gei angefhrt. Bcke leben einzelgngerisch und suchen erst im Sptsommer eine Herde auf. Sie vertreiben die mnnlichen Jungtiere, wenn sie alt genug sind, und behaupten sich in Kmpfen gegen Geschlechtsgenossen. In der zweiten Novemberhlfte erfolgt dann die Paarung.
Ende Mai oder Anfang Juni wirft die Gmse ein, selten zwei oder drei Junge, die bald der Mutter folgen und drei Monate gesugt werden. Die Tragzeit betrgt sechs Monate. Die Geien werden nach zwei Jahren geschlechtsreif. Im dritten Jahr ist das Junge ausgewachsen. Die Gamsbcke erreichen ein Alter von 15 Jahren, die Weibchen werden bis zu 20 Jahren alt.
Ihre Nahrung besteht aus jungen Trieben der Alpenstrucher (Alpenrose, Erle, Weide, Wacholder, Kiefer) sowie aus Krutern, Bltter und Grsern, im Winter auch aus Moos und Flechten.

Bejagung [Bearbeiten]
Die Jagd auf Gmsen findet meist im Hochgebirge statt, da durch die Bewirtschaftung von hochgelegenen Almflchen und Wldern die Gamsrudel oft ber die Baumgrenze ausweichen mssen, um mehr oder weniger ungestrt leben zu knnen. Da Gmsen keinen steilen Grat und keine felsigen Gegenden scheuen, ist die Jagd mhsam und oft gefhrlich. Der tatschlich bejagbare Bestand ist oft sehr gering, da durch die widrigen Umweltbedingungen insbesondere im hochalpinen Winter viele Jungtiere nicht berleben. Auch sind Seuchen wie Rude und parasitre und infektise Erkrankungen fr eine hohe Todesrate mitverantwortlich.

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