HOME   Wildarten   Jagdlnder   Allgemeines   Kontakt    Deutsch   Franais   English  
DETAIL: Wildart Springbock (Antidorcas marsupialis)

JagdlnderSpringbock
  • Namibia

  • Wildart

    Springbock


    Vorkommen

    Sdliches Afrika.
    Als einzige Art der Gazellenartigen lebt der Springbock im sdlichen Afrika. Er kommt auf den Territorien Sdafrikas, Namibias, Angolas und Botswanas vor. Das Habitat ist die offene Savanne.


    Beschreibung

    Der Springbock erinnert im Aussehen an die Thomson-Gazelle. Wie diese hat er einen dunklen, rotbraunen Streifen, der die gelbbraune Oberseite von der weien Bauchseite trennt. Am weien Kopf erstreckt sich ein dnner Streifen von den Augen bis zum oberen Maulwinkel. Die verlngerten Rckenhaare kann man nur sehen, wenn das Tier prunkt, das heit, mit steifen Beinen und gekrmmten Rcken emporspringt das namengebende Verhalten. Beide Geschlechter tragen geringelte, leierfrmige Hrner; die der Weibchen sind allerdings schlanker.
    Die Gestalt gleicht der einer echten Gazelle. Der Springbock wird dennoch einer anderen Gattung zugeordnet, da sein Gebiss von dem der Gazellen abweicht: er hat im Unterkiefer zehn Mahlzhne, Gazellen dagegen zwlf.

    Der Name Springbock rhrt von den senkrechten Stzen, mit denen sich diese Antilope in die Hhe schnellt, wenn sie erschreckt wird. Diese Sprnge aus dem Stand knnen Hhen von 3,5 m erreichen. Bei diesem Prunken bleiben die Beine steif, der Rcken wird nach auen gewlbt, und aus einer Hautfalte im Rcken treten die langen, weien Haare hervor, die weithin zu sehen sind. Dieses Verhalten knnte dazu dienen, die Artgenossen zu warnen, wenn ein Raubtier wahrgenommen wurde. Allerdings vollfhren auch Jungtiere im Spiel immer wieder diese Sprnge. Eine alternative Hypothese sagt, dass die Signale den Raubtieren selbst gelten sollen: ihnen wird angezeigt, dass sie bemerkt worden sind, und dass ein Angriff sinnlos ist. Sollte es doch zu einem Angriff kommen, kann ein Springbock mit einer Geschwindigkeit von fast 90 km/h fliehen. Damit gehrt er zu den schnellsten Sugetieren berhaupt: Mit dem Gabelbock und der Hirschziegenantilope ringt er um den zweiten Platz hinter dem Geparden. Springbcke leben zur Trockenzeit in kleineren Verbnden, die sich in der Regenzeit zu gewaltigen Herden vereinen. Diese Herden, in denen die Tiere Wanderungen zu besseren Nahrungsgrnden unternehmen, konnten in frheren Jahrhunderten ber eine Million Tiere umfassen. Heute bestehen die grten Herden aus etwa 1500 Springbcken. In der Trockenzeit bilden die Weibchen mit ihren Jungen kleine Herden aus etwa hundert Tieren. Separate Herden bilden junge Mnnchen; diese Junggesellenverbnde bestehen aus etwa fnfzig Tieren. Mnnchen sind territorial. Sie unterhalten Reviere mit einer Flche von 10 bis 40 Hektar und versuchen, die darin befindlichen Weibchen dort zu halten.

    Der Springbock ist das Wappentier der Republik Sdafrika. Bei internationalen Sportwettbewerben nennen sich sdafrikanische Teams oft nach diesen Tieren; so heit das erfolgreiche Rugby-Team Sdafrikas the Springboks. Diese Verbundenheit mit dem Springbock lsst jedoch nach, da die Antilope im Bewusstsein des neuen Sdafrika mit dem Wappen des alten Apartheid-Staates verknpft ist. So entfernte South African Airways 1997 den Springbock aus ihrem Logo; springbok ist allerdings nach wie vor das ICAO-Rufzeichen (callsign) der Fluggesellschaft.
    Trotz dieser Berhmtheit wurde der Springbock lange massiv bejagt. Einerseits wurde sein Fleisch geschtzt, andererseits hielt man ihn fr einen Schdling, da die Herden die Getreidefelder zertrampelten. Durch organisierte Massenabschsse schaffte man es im 19. Jahrhundert sogar, den Springbock in Sdafrika ganz aussterben zu lassen; im 20. Jahrhundert wurden die Tiere allerdings aus den Nachbarstaaten wieder eingefhrt. Die Gesamtpopulation wird heute auf 600.000 Tiere geschtzt.

    http://www.joen.lu - http://www.jagen.lu - http://www.chasser.lu - http://www.hunting.lu - http://www.ohota.lu
    (c) 2007/2017 gst-Design