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DETAIL: Wildart Gepard (Acinonyx jubatus)

JagdlnderGepard
  • Namibia

  • Wildart

    Gepard


    Vorkommen

    Gesamtes Afrika sdlich der Sahara. Im nrdlichen Verbreitungsgebiet jedoch sehr selten geworden.
    In Asien existierende Restbestnde werden als langfristig nicht mehr berlebensfhig eingestuft.


    Beschreibung

    Im Bezug auf die Fleckung hnelt der Gepard zwar dem Leoparden, in seiner Gestalt unterscheidet er sich jedoch betrchtlich von diesem wie auch von allen anderen Katzen. Geparde haben extrem lange, dnne Beine und einen sehr schlanken Krper, der dem eines Windhundes sehr hnelt. Der Kopf ist klein und rund, der Schwanz lang. Die Pfoten tragen dicke, schuppige Sohlen; die Krallen sind nur bedingt einziehbar. Wegen dieses Krperbaus ist der Gepard das schnellste Landtier der Welt. Er kann rennend bis 112 km/h erreichen, seine hohe Geschwindigkeit aber nur fr etwa 400 m durchhalten. In Anpassung an diese Leistungsanforderungen ist die Anatomie des Geparden auch in weiteren Punkten umgestaltet: Seine Nasengnge sind erheblich verbreitert, so dass wenig Platz fr das Gebiss bleibt, das gegenber anderen Katzen stark verkleinert und damit eine relativ schwache Waffe ist. Auch Herz, Lungen, Bronchien und Nebennieren sind proportional stark vergrert.
    Ein Gepard erreicht eine Kopf-Rumpf-Lnge von 150 cm, hinzu kommen 70 cm Schwanz. Die Schulterhhe betrgt 80 cm. Trotz dieser stattlichen Gre bringt er es nur auf ein Gewicht von 60 kg.

    Als besondere Unterart des Geparden galt lange der Knigsgepard (A. j. rex), ein Tier, dessen Existenz bis 1975 angezweifelt wurde. Die Flecken sind bei ihm zu Lngsstreifen verschmolzen. Inzwischen steht fest, dass es sich hierbei nicht um eine Unterart, sondern um eine seltene Mutation handelt, die ber ein rezessives Gen vererbt wird. In einem Wurf knnen sich normal gefleckte Geparde zusammen mit Knigsgeparden befinden. Knigsgeparde sind in ganz Afrika verbreitet, und obwohl sie immer noch groe Seltenheiten sind, scheinen sie in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich hufiger geworden zu sein. Biologen beobachten diese Entwicklung mit Interesse, da sie auf eine wachsende genetische Diversitt bei den Geparden hinweist.
    Nach neueren Untersuchungen gibt es nur zwei Unterarten oder gar nur Populationen, nmlich den Afrikanischen und den Asiatischen Geparden. Durch genetische und immunologische Untersuchungen konnte ermittelt werden, dass die heutigen Geparde wahrscheinlich alle von einer sehr kleinen Stammgruppe abstammen, die vor etwa 10.000 Jahren gelebt hat [1]. Damals starb der Amerikanische Gepard aus, und der Gewhnliche Gepard entging offenbar nur knapp diesem Schicksal. Er breitete sich jedoch in den Savannen Afrikas und Asiens wieder aus und konnte daher bis in unsere Zeit berleben.
    Zugleich stellte man Inzuchtraten fest, die beinahe denen der Labormuse entsprechen; entsprechend anfllig knnten die Geparde auch gegenber Krankheiten und Umweltvernderungen sein. Diese Untersuchung hat in Fachkreisen einen hohen Status und wird mittlerweile als klassisches Beispiel in Lehrbchern ber Populationsgenetik benutzt. Es ist jedoch noch nicht vollstndig geklrt, ob davon ausgegangen werden kann, dass die genetische Einfrmigkeit in freier Wildbahn einen wesentlichen Nachteil fr die Tiere bedeutet.

    Da sich der Gepard morphologisch und anatomisch sehr stark von anderen Raubkatzen unterscheidet, war es bisher blich, ihn in eine eigene Unterfamilie Acinonychinae zu stellen und weder den Gro- noch den Kleinkatzen zuzuordnen. Man sah in ihm eine Sonderentwicklung der Katzen, die Geparde in konvergenter Evolution zu Hunden nachvollzogen hatten.
    Neue genetische Untersuchungen haben aber zu der Erkenntnis gefhrt, dass der Gepard doch nicht so fern von den anderen Katzen ist und dass seine nchsten lebenden Verwandten mit ziemlicher Sicherheit der Puma und der Jaguarundi sein drften.
    Der Amerikanische Gepard (Miracinonyx) des Pleistozns ist bis vor kurzem fr einen nahen Verwandten des rezenten Geparden gehalten worden. Tatschlich sieht er diesem morphologisch sehr hnlich. Es scheint sich jedoch vielmehr um eine Schwesterart des Pumas gehandelt zu haben, die sich aufgrund hnlicher kologischer Voraussetzungen konvergent zum afrikanisch-asiatischen Geparden entwickelte[2].
    Die ltesten berreste des modernen Geparden (A. jubatus) stammen aus Afrika, doch wenig spter taucht die Art auch in Eurasien auf. Eine europische Gepardenart (Acinonyx pardinensis) aus dem Pleistozn war um einiges grer als heutige Geparde. Die letzten Funde dieser Art sind 500.000 Jahre alt und stammen aus Mosbach.

    Schon frh hat der Mensch es verstanden, Geparde zu dressieren und als Jagdbegleiter nutzbar zu machen. Deswegen hat man ihn auf die Jagd abgerichtet und erhielt seinen synonym verwendeten Namen Jagdleopard. Sowohl in Mesopotamien als auch im alten gypten hat man - seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend - Geparde auf diese Weise verwendet. Im mittelalterlichen Europa war die Jagd mit Geparden ein Luxus, den man sich nur an Knigshfen leisten konnte. Da sich diese Katze aber in Gefangenschaft nicht vermehrte, musste man immer neue Geparde fangen. Zu ihrer Dezimierung trug auerdem bei, dass sie wegen ihres Fells gettet wurden.

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