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DETAIL: Wildart Leopard (Panthera pardus)

JagdlnderLeopard
  • Namibia

  • Wildart

    Leopard


    Vorkommen

    Afrika & Asien


    Beschreibung

    Der Leopard (Panthera pardus) ist eine Art innerhalb der Familie der Katzen, die in Afrika und Asien verbreitet ist. Im Kaukasus kommt sie darberhinaus auch am uersten Rande Europas vor. Der Leopard ist nach Tiger, Lwe und Jaguar die viertgrte Grokatze. Der Puma, der nicht zu den Grokatzen zhlt, erreicht hnliche Ausmae wie ein Leopard.

    Mae und Gewicht des Leoparden sind innerhalb des groen Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich. Generell sind waldbewohnende Leoparden meist kleiner und gedrungener, die der offenen Lebensrume in der Regel schlanker und grer. Der Leopard wird 90-190 cm lang, den 60-110 cm langen Schwanz nicht mitgerechnet. Mnnliche Leoparden wiegen etwa 40-90 kg und haben eine Schulterhhe von 70-80 cm. Weibchen sind etwa 50 % kleiner und wiegen nur etwa 30-60 kg. Kleine Weibchen messen nur 45 cm an der Schulter. In der Kapregion im Sden Afrikas wiegen Leoparden oft nur 20 bis 30 kg.

    Meist werden Leoparden als nchtliche Jger angesehen, doch wurde bisher keine generelle Vorliebe fr bestimmte Jagdzeiten gefunden. Der Zeitpunkt einer Jagd hngt wohl mit der Verfgbarkeit der Beutetiere in seinem Jagdrevier zusammen.
    Grundstzlich kann man bei Leoparden zwei prinzipiell verschiedene Jagdweisen beobachten. Die Anschleichjagd und die eher passive Lauerjagd. Anschleichjagden gehren zu den hufigsten Jagdmethoden des Leoparden. Leoparden sind zwar schnell im Antritt und berwinden mit wenigen Stzen etliche Meter, doch schon auf mittleren Distanzen sind ihnen die meisten Beutetiere an Geschwindigkeit berlegen. Die Katze versucht daher so nahe wie mglich unbemerkt an ihr Opfer heranzukommen, um den Abstand vor dem Angriff zu verkrzen. Bei der Anschleichjagd erbringen Leoparden oft enorme Leistungen. In der Kalahari und anderen kargen Wstengegenden mssen sie sich ber enorme Strecken fast ohne Deckung an ihre Opfer heranschleichen. Die reine Lauerjagd, bei der der Jger auf sein Opfer wartet, ist bei Leoparden ebenfalls eine hufig zu beobachtende Jagdmethode. Leoparden, die den Tag auf Bumen verbringen, benutzen diese oft als erhhten Ansitz. Mit bemerkenswerter Geduld lassen sie Herden grasender Tiere in geeigneter Gre an sich oder gelegentlich direkt unter ihrem Ausguck vorbeiziehen oder auf sich zuweiden. Wenn der Ast, auf dem der Leopard ruht, nicht zu hoch ist, kann er direkt von oben auf seine Beute springen. Meistens verlsst er aber vor dem eigentlichen Angriff den Baum. Er klettert dazu vorsichtig an der fr das auserwhlte Opfer nicht sichtbaren Seite des Baumstammes herab und sucht Deckung hinter dem Stamm oder ? wenn vorhanden ? hinter anderer dichter Vegetation. Dabei knnen sie nach sehr langer Wartezeit auf einem Ast des Baumes noch einmal dieselbe Zeit am Fu des Baumes zubringen, um auf solche Tiere zu warten, die sie von oben ber lngere Zeit bei der Annherung zu dem betreffenden Baum beobachtet haben. Es liegen keine Beobachtungen oder Berichte darber vor, ob Leoparden sich ihre Opfer bereits zu Beginn der Anschleich- oder auch Ansitzjagd auswhlen oder ob sie es mehr dem Zufall berlassen, welches Tier einer Gruppe sie tten wollen.
    Gelegentlich stbert der Ruber seine Beute auch einfach beim Umherstreifen im Revier auf und berrascht sie. Abseits liegende Kitze von Horntrgern oder sich reglos an den Boden drckende Hasen werden oft rein durch Zufall im Vorbergehen entdeckt, und nicht gezielt angeschlichen.
    Leoparden nehmen auch mit Aas vorlieb oder vertreiben schwchere Raubtiere, wie Geparden von ihrem Riss.

    Manchmal wird dem Leoparden seine selbst erlegte Beute von Lwen oder Tpfelhynen abgenommen, die meist durch Geier aufmerksam werden. Daher versucht er seine Beute in der Regel in ein schtzendes Dickicht zu zerren oder sie auf einen Baum zu bringen.
    Er frisst den Riss von der Unterseite her an, bis schlielich nur noch Kopf, Hals und Rcken vorhanden sind. Die Beine bleiben meist an losen Hautstreifen am Rumpf hngen und pendeln dann hin und her.
    Nach dem Mahl bedeckt er seine Beutereste, wenn sie am Boden liegen, mit Gras, Zweigen oder Laub, indem er dieses bedeckende Material mit allen vier Beinen darber scharrt.

    Erwachsene Leoparden sind uerst vorsichtig und vermeiden nach Mglichkeit jeden Kontakt mit berlegenen Raubtieren und Artgenossen.
    Vor allem Lwen und Tiger sind eine stndige Bedrohung fr Leoparden, der sie so gut es geht aus dem Weg zu gehen versuchen. Es gibt zahlreiche dokumentierte Vorflle, bei denen die Konfrontation mit feindseligen Lwen fr den Leoparden tdlich endete. Auch Tiger nutzen nach Aussagen des angloindischen Growildjger Kenneth Anderson [2]jede sich bietende Gelegenheit, ihren Nahrungskonkurrenten zu tten und zu fressen.
    Auch Tpfelhynen und Wildhunde knnen dem Leoparden gefhrlich werden, allerdings meist nur dann, wenn ein ganzes Rudel ihn mit einer ungesicherten Beute erwischt, und er sich auf einen Kampf um seine Beute einlsst. Es kommt aber auch durchaus vor, dass der Leopard Erfolg hat und seine Beute vor den Tpfelhynen retten kann. Einzelnen Tpfelhynen ist ein Leopard ebenbrtig. Ein Mnnchen im Krgerpark erlegte sogar einige dieser Ruber [3].
    Zu Pavianen haben Leoparden ein sehr ambivalentes Verhltnis. Besonders am Tag sind die Affen gefhrliche Gegner und greifen die Raubkatze oft sogar an. Mehrere starke Pavian-Mnnchen knnen einen Leoparden regelrecht in Stcke reien. Nachts ist dagegen der Leopard im Vorteil und wagt sich sogar in die Schlafbume, um dort Panik zu verursachen, mit dem Ziel einen der Affen zu erlegen. Einzelne Paviane oder Tiere, die am Rand der Gruppe berrascht werden, zhlen ebenfalls zum Beutespektrum des Leoparden.
    Geparden ist der krftigere Leopard normalerweise berlegen.

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